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Denkanstöße 3 - Überleben in der Softwarewildnis

Machen wir einen kleinen Ausflug in die Urzeit, um zu sehen, was wir verlernt haben.

Wir kämpfen dort mit bescheidenen Körperkräften ums Überleben in der Wildnis. Wir sind langsamer und schwächer als die meisten Tiere, die auf unserem Speiseplan - oder auf deren Speiseplan wir stehen. Selbst der Schlauste hätte alleine wenig Chancen zu überleben und schon gar nicht zur Fortpflanzung (das konnte ich mir nicht verkneifen).

Zum Glück schenkte uns die Natur die Fähigkeit zur Bildung starker sozialer Bindungen und zu hochentwickelter Kommunikation. In der Evolution haben gute Beziehungen ganz klar Vorrang vor nüchterner Intelligenz. Intelligenz wird sogar durch gute Beziehungen gefördert. Unser Gehirn belohnt sie durch Hormone, die unsere Kreativität und Lernbereitschaft zusätzlich beflügeln. Sie kennen sicher die kreativen Höhenflüge, die Menschen miteinander erleben, wenn sie sich im wörtlichen und übertragenen Sinn gut verstehen.

Gerade in der sehr abstrakten Welt der Softwareentwicklung tun wir leider oft so, als gäbe es nur den abstrakten Denker. Dabei übersehen wir die Bedeutung uralter menschlicher Überlebensstrategien: gute Beziehungen im Team und Erfahrungsaustausch durch persönliche Kommunikation. Wenn sich einsame Hacker zu sehr in ihre virtuelle Welt zurückziehen, verlieren sie den sozialen Kontakt. Wenn sich die Kommunikation zwischen Teammitgliedern in E-Mails und Telefonkonferenzen erschöpft, geht viel wichtige, vor allem nonverbale Information und Motivation verloren. Dieser Effekt wird durch Fachchinesisch oder andere Fremdsprachen dann noch verstärkt.

So bleibt viel Potenzial menschlicher Fähigkeiten zur Lösung komplexer Aufgaben ungenutzt. Die Evolution hat für solche Fehlentwicklungen eine einfache Lösung: die natürliche Selektion. So gesehen kann manche Softwaretruppe noch etwas von den Urmenschen lernen: Wer positive Beziehungen und echte Kommunikation lernt, pflegt und weiterentwickelt, überlebt auch besser in der Softwarewildnis.

Tipps für die persönliche Kommunikation: Jetzt anfordern!

Ich freue mich auf Ihre Denkanstöße unter denkanstoss@microconsult.de.

Peter Siwon

 

Test: Sind Sie ein Kommunikationsmuffel?

Vergeben Sie Punkte:
0 = nie, 1 = kaum, 2 = ab und zu, 3 = sehr oft, 4 = immer

1. Ich gehe mit meinen Kollegen zum Mittagessen

2. Ich verbringe Arbeitspausen gerne mit Kollegen

3. Ich finde wöchentliche Teammeetings sehr nützlich

4. Ich bevorzuge in kniffligen Situationen das persönliche Gespräch

5. Ich beteilige mich gerne an gemeinsamen Unternehmungen

6. Ich freue mich auf Sommerfeste und Weihnachtsfeiern mit Kollegen

7. Ein Gespräch mit Kollegen liefert mir gute Anregungen

 

Auswertung:

0-10 Punkte:
Sie sind eher ein Einzelgänger, der wenig den persönlichen Kontakt zu Kollegen sucht. Möglicherweise haben Sie das Gefühl, alleine am schnellsten zum Ziel zu kommen. Lassen Sie es doch einfach auf einen Versuch ankommen und geben Sie sich und anderen die Chance, gemeinsam erfolgreich zu sein. Oder genießen Sie schlichtweg die Entspannung eines lockeren, humorvollen Pausenplausches.

11-20 Punkte:
Sie sind ein kommunikationsfreudiger Mensch, für den Kommunikation weit mehr ist als der Austausch nüchterner Fakten. Vielleicht finden Sie trotzdem noch Anregungen in meiner kleinen Liste von Tipps. Wenn Sie einen guten Tipp für mich haben, freue ich mich auf Ihre E-Mail unter denkanstoss@microconsult.de.

Mehr als 20 Punkte:
Sie sind ein sehr kommunikationsfreudiger Mensch. Allerdings besteht die Gefahr, dass Sie die Kommunikationsbereitschaft Ihrer Kollegen überstrapazieren. Deshalb beobachten Sie bitte Ihre Mitmenschen, inwieweit Ihr Kommunikationsbedürfnis auch ehrlich erwidert wird.

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