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Trend Guide "IoT - Internet of Things"

IoT - Internet of Things: Inhaltsverzeichnis

  • Orientierung im Begriffswirrwarr
  • IoT: Brutstätte neuer Chancen und Risiken
  • Industrie 4.0 revolutioniert die Wertschöpfung
  • Infrastrukturen, Produkte und Dienstleistungen
  • Sicherheit: Datenklau in der Cloud
  • Manipulation der Daten (Big Data) könnte verheerende Auswirkungen haben
  • Digitale Ökosysteme
  • Die Weltsprache für die Vernetzung
  • Geschäftsmodelle, Wertschöpfung und Wettbewerb
  • Das Internet of Things unternehmerisch nutzen
  • Knowhow für IoT
  • Flexibilität ist Trumpf
  • Learning by Doing

Vorbemerkung

Wenn wir gewusst hätten, was wir uns antun, wenn wir etwas zum Thema Internet of Things (IoT) schreiben, hätten wir es vielleicht doch lieber gelassen. Es ist - wie das Internet - nicht nur ein bodenloses Loch, sondern es ist auch schwer, den Rand dieses Lochs zu erkennen. Man hat das Gefühl, man greift ein Thema auf und die ganze Welt hängt dran: Technik, Gesellschaft, Umwelt, Politik ... Die Globalisierung lässt grüßen.

In diesem Trend Guide haben wir versucht, einerseits die Dimensionen dieses Themas zu umreißen und andererseits konkret zu fassen, was IoT im Kern für all diejenigen bedeutet, die Software entwickeln. Aus unserer Sicht stellt dieser Trend Guide einen Spagat dar, den jeder vollführt, der sich an dieses Thema heranwagt oder einfach so hineingeraten ist. Dahinter steckt letztlich eine entscheidende Frage: Wie schaffe ich es, im Universum des IoT meine konkreten Chancen zu entdecken und in die Tat umzusetzen?

Worum es geht

Internet of Things, Industrie 4.0, Cyber Physical Systems – Schlagworte, die uns mittlerweile oft begegnen, doch wird nur selten erläutert, was damit gemeint ist. Und wer versucht, sich zu informieren, stellt schnell fest, dass man den Wortschatz eines Digital Native braucht, um einen Text verstehen oder einem Gespräch folgen zu können. Ist alles nur ein Hype, eine Blase, die mit heißer Luft gefüllt ist?

Wir denken, eher nicht. Die Begriffe beschreiben weniger eine neue Technologie, sondern vielmehr einen Trend, dessen Inhalt mehr in der Zukunft als in der Vergangenheit liegt. Will heißen – es ist hier erst wenig passiert, aber es ist noch sehr viel zu erwarten.

Das Internet of Things, Internet der Dinge, verspricht ziemlich viel. In zahlreichen Publikationen, Vorträgen und Seminaren wird ausführlich darüber diskutiert, wie wir von den aktuellen Entwicklungen profitieren. Alles soll einfacher, klarer, transparenter, effizienter und vor allem bequemer werden. Wir stehen mitten in der Entwicklung, die evolutionäre Züge hat und  evolutionäre Züge annehmen kann.

Orientierung im Begriffswirrwarr

Die zugrunde liegende technische Entwicklung, die für das Aufkommen von Cyber Physical Systems, von Industrie 4.0 und des Internet of Things erforderlich war, ist eine leistungsfähige, technische Infrastruktur basierend auf bezahlbaren Internetverbindungen mit großer Bandbreite und der Möglichkeit, eine große Anzahl von Geräten zu adressieren. Dazu kommen noch Technologien, die Rechenleistung, Datenspeicher, Sensorik und Aktorik immer kompakter, energieeffizienter und kostengünstiger bereitstellen. Im Zusammenspiel mit immer effektiveren  Energiespeichern eröffnen sich auf diese Weise ständig neue mobile Anwendungsmöglichkeiten. IoT erweitert das Prinzip vernetzter intelligenter Systeme konsequent auf immer neue Anwendungsfelder.

Die Entstehung des Internet of Things in seinen Varianten wurde überhaupt erst ermöglicht durch die Umstellung der IP-Adressen vom IPv4-System auf das hexadezimale System IPv6. Konnten mit IPv4 rund 4 Milliarden eindeutige Adressen für Netzwerkteilnehmer erzeugt werden, so sind es mit IPv6 rund 340 Sextillionen; eine unvorstellbar große Zahl mit 36 Nullen. Wie lange diese Menge ausreichen wird, kann heute niemand abschätzen, aber es wird wohl ein Weilchen dauern.

Hier die Zahl zum Ansehen: 340 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000.

Im Zeitalter der vernetzten Dinge benötigt ja jedes Ding, also jeder Teilnehmer in einem Netzwerk, für die Kommunikation eine eigene und einmalige IP-Adresse. Daher war dieser Schritt einerseits unumgänglich und gleichzeitig eine Art Triggersignal für die Entstehung des IoT. Folgende Betrachtung, um die Möglichkeiten der IPv6-Bezeichnung zu veranschaulichen: Auf jedem Quadratmillimeter der gesamten Erdoberfläche (inklusive aller Seen und Ozeane) könnten damit mehrere tausend Adressen untergebracht werden, die eindeutig sind und kein zweites Mal vorkämen.

IoT: Brutstätte neuer Chancen und Risiken

In Literatur und Film werden immer wieder die nicht absehbaren Folgen einer zu intelligent und mithin zu selbstständig gewordenen Technik thematisiert. Das mag alles Fiktion sein, doch andererseits sind die Folgen solcher Entwicklungen heute nicht oder kaum absehbar.

Viele technologische Erfolgsgeschichten und - leider auch - Katastrophen beruhen auf dem Evolutionsprinzip emergenter Eigenschaften. Es besagt, dass durch die Vernetzung von Einheiten zu einem System dieses System  neue Eigenschaften und Fähigkeiten hervorbringt, die vorher noch nicht existierten und möglicherweise auch nicht vorhersehbar waren. Dies kann zu tiefgreifenden Veränderungen der Umgebungsbedingungen für alle führen, die mit diesem System direkt oder indirekt interagieren. Es kann Produkte, Branchen, Ökonomien verändern. Es beeinflusst das Verhältnis von Kunden und Lieferanten, die Verfügbarkeit von Waren und Dienstleistungen. Es kann einen Einfluss auf Gesellschaftssysteme und Ökosysteme, ja auf nahezu alles haben.

Darin liegen Chancen und Gefahren. Emergente Eigenschaften neuer Systeme können zu tiefgreifenden Veränderungen führen und eine disruptive Wirkung entfalten. Es kann dann geschehen, dass vorhandene Technologien, Produkte, Methoden und Gewohnheiten in die Bedeutungslosigkeit zurückgedrängt werden.

Trend Guide Internet of Things - Ökosystem - Bild

Bild: Das Internet of Things Ökosystem


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