{"id":8027,"date":"2025-11-29T08:45:42","date_gmt":"2025-11-29T07:45:42","guid":{"rendered":"https:\/\/web-dev-weissblau.de\/microconsult\/?p=8027"},"modified":"2026-02-13T06:11:32","modified_gmt":"2026-02-13T05:11:32","slug":"how-models-make-testing-more-efficient","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.microconsult.de\/en\/wie-modelle-das-testen-effizienter-machen\/","title":{"rendered":"How models make testing more efficient"},"content":{"rendered":"<h2>Modellbasiertes Testen mit dem UML Testing Profile V2 der OMG<\/h2>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"center\">Autor: Markus Schacher, KnowGravity Inc.<\/p>\n<h3>Beitrag &#8211; Embedded Software Engineering Kongress 2016<\/h3>\n<p><strong>Die Aufw\u00e4nde f\u00fcr das Testen machen heute immer noch einen substantiellen Teil der Entwicklungskosten komplexer Systeme aus. Modellbasiertes Testen (MBT) verspricht eine deutliche Reduktion dieser Aufw\u00e4nde, vor allem beim Entwurf und der Pflege von Testspezifikationen. Einerseits vereinfacht die umfassende Wiederverwendung testrelevanter Konzepte deren Pflege und Weiterentwicklung. Andererseits erm\u00f6glichst der erh\u00f6hte Formalisierungsgrad von MBT sowohl den Testentwurf als auch die Testausf\u00fchrung weitgehend zu automatisieren, was insbesondere bei Regressionstests zu gro\u00dfen Kosteneinsparungen f\u00fchrt. Das UML Testing Profile V2 (UTP 2) ist eine neue Spezifikation der Object Management Group (OMG), welche ganz auf das modellbasierte Testen ausgerichtet ist.<\/strong><\/p>\n<h2>Modelle<\/h2>\n<p>Bevor wir uns mit dem modellbasierten Testen befassen, ist es wichtig klar zu machen, was unter einem &#8222;Modell&#8220; eigentlich genau zu verstehen ist. Im Wesentlichen ist ein Modell etwas, das sich f\u00fcr einen bestimmten Zweck als (stark) vereinfachende Beschreibung eines Originals (dem Modellierungsgegenstand) nutzen l\u00e4sst. Bei der Erstellung oder Nutzung eines Modells sind zwei Dinge essentiell:<\/p>\n<ul>\n<li>Es muss jederzeit klar sein, was das\u00a0<strong>Original<\/strong>\u00a0ist, d.h. was genau &#8222;modelliert&#8220; bzw. beschrieben wird.<\/li>\n<li>Es muss jederzeit klar sein, was der\u00a0<strong>Zweck des Modells<\/strong>\u00a0ist, denn daraus leitet sich einerseits ab, welche Apsekte des Originals weggelassen werden (die Vereinfachung) und welche Darstellungsform f\u00fcr das Modell verwendet wird bzw. zu verwenden ist.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der Nutzen, der aus der Erstellung und Verwendung von Modellen entsteht, l\u00e4sst sich in folgende Themen gruppieren:<\/p>\n<ul>\n<li>Modelle erm\u00f6glichen die\u00a0<strong>Kommunikation<\/strong>\u00a0sowohl zwischen Menschen (vom initialen Gedankenaustausch bis hin zur Auftragsformulierung) als auch zwischen Menschen und Maschinen (beispielweise zur automatisierten Auftragsausf\u00fchrung durch Maschinen).<\/li>\n<li>Modelle f\u00f6rdern das\u00a0<strong>Verst\u00e4ndnis\u00a0<\/strong>\u00fcber den Modellierungsgegenstand, indem dieser untersucht wird und die daraus entstandenen Erkenntnisse in Form eines Modells festgehalten werden (beispielsweise Modelle \u00fcber das menschliche Verhalten oder \u00fcber die Abl\u00e4ufe in einem Unternehmen).<\/li>\n<li>Modelle einer gewissen Pr\u00e4zision erm\u00f6glichen eine\u00a0<strong>formale Analyse<\/strong>\u00a0und damit die Vorhersage gewisser Eigenschaften oder Verhalten des modellierten Originals (beispielsweise Wettermodelle oder Modelle aus der Konstruktions- und Festigkeitslehre).<\/li>\n<\/ul>\n<p>Modelle gibt es in ganz verschiedenen Auspr\u00e4gungen. Modelle unterscheiden sich beispielsweise durch ihre Ausdrucksformen (physische Objekte wie ein Modellschiff, textuelle Beschreibungen wie Formelsammlungen oder graphische Darstellungen wie elektrische Schemata) und ihre Pr\u00e4zision (informale Modelle versus mathematisch analysierbare oder simulierbare Modelle). Welche Ausdrucksform und welche Pr\u00e4zision eines Modells die richtige ist, h\u00e4ngt von dessen Zweck und damit verbunden mit der Zielgruppe der Modelle ab (siehe dazu auch Abbildung 1,\u00a0<a title=\"Wie Modelle das Testen effizienter machen (PDF)\" href=\"https:\/\/www.microconsult.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/modellierung_wie_modelle_das_testen_effizienter_machen_knowgravity_schacher.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">PDF<\/a>).<\/p>\n<p>Bei Modellen, welche Originale beschreiben, die sich permanent ver\u00e4ndern, oder bei Modellen, welche auf einem noch unvollst\u00e4ndigen, sich stetig entwickelnden Verst\u00e4ndnis des Originals basieren, ist es essentiell, dass die Modelle effizient dem jeweils neuesten Erkenntnisstand angepasst werden k\u00f6nnen. Eine wichtige Eigenschaft von gut wartbaren Modellen ist, dass sie mit Referenzen arbeiten: Ein solches Modell ist aus vielen Modellelementen aufgebaut, die sich gegenseitig referenzieren.<\/p>\n<p>Im Gegensatz zu einer Beschreibung in Form eines sequenziellen Prosatextes ist dabei die Beschreibung des gesamten Originals aus einer gro\u00dfen Menge von hochgradig durch Referenzierung wiederverwendeten Teilbeschreibungen (den Modellelementen) aufgebaut. Dies erlaubt einerseits, die Produktion verschiedener (zielgruppenspezifischer) Sichten auf ein einziges Modell und andererseits \u00c4nderungen zentral an einzelnen Modellelementen vorzunehmen und daraus wieder ein konsistentes Set von Sichten zu reproduzieren (siehe Abbildung 2,\u00a0<a title=\"Wie Modelle das Testen effizienter machen (PDF)\" href=\"https:\/\/www.microconsult.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/modellierung_wie_modelle_das_testen_effizienter_machen_knowgravity_schacher.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">PDF<\/a>).<\/p>\n<h2>Modellbasiertes Testen<\/h2>\n<p>Sind technische oder soziotechnische Systeme zu testen, so werden oft Testspezifikationen erstellt. Solche Testspezifikationen sind komplexe Beschreibungen verschiedener\u00a0<strong>Modellierungsgegenst\u00e4nde<\/strong>, die im Zusammenhang mit dem Testen relevant sind:<\/p>\n<ol>\n<li>Das zu testende Objekt sowie dessen zu testende Eigenschaften, Verhalten und Konfigurationen<\/li>\n<li>Die hinter dem Testen stehende Absicht, d.h. was, warum und mit welcher Intensit\u00e4t zu testen ist<\/li>\n<li>Die f\u00fcr das Testen anzuwendenden Strategien, Verfahren und Techniken<\/li>\n<li>Die f\u00fcr das Testen eingeplanten Ressourcen und T\u00e4tigkeiten sowie die sich daraus ergebende Zeitplanung<\/li>\n<li>Die konkreten Ausf\u00fchrungsanweisungen f\u00fcr die Durchf\u00fchrung der einzelnen Tests<\/li>\n<li>Die f\u00fcr das Testen ben\u00f6tigten Hilfsmittel wie Umsysteme, Testkomponenten aber auch Testdaten<\/li>\n<li>Die erwarteten Messwerte oder Reaktionen des zu testenden Objekts sowie die Auswertungsregeln mit denen entschieden wird, ob ein Test erf\u00fcllt oder nicht erf\u00fcllt ist<\/li>\n<li>Die Testabdeckung gegen\u00fcber den Eigenschaften, Verhalten und Konfigurationen des zu testenden Objekts.<\/li>\n<\/ol>\n<p>All diese oben aufgez\u00e4hlten Elemente lassen sich nun als Modellierungsgegenst\u00e4nde betrachten, die in einer Testspezifikation beschrieben werden k\u00f6nnen. Erfolgt diese Beschreibung modellbasiert, so ergeben sich daraus die folgenden\u00a0<strong>Vorteile<\/strong>:<\/p>\n<ol>\n<li>Durch das gezielte Weglassen von Detailinformationen wird ein\u00a0<strong>h\u00f6heres Abstraktionsniveau<\/strong>\u00a0der Testspezifikation erreicht, wodurch sie kompakter und besser verst\u00e4ndlich wird. (1 = Vorteil A)<\/li>\n<li>Durch die Referenzierung h\u00e4ufig\u00a0<strong>wiederverwendeter Elemente<\/strong>\u00a0(bis hin zu Standard-Bibliotheken) werden Testspezifikationen viel \u00e4nderungsfreundlicher, falls das zu testende Objekt sich ver\u00e4ndert oder weiterentwickelt (z.B. bei Regressionstests). (2 = Vorteil B)<\/li>\n<li>Werden die Modelle in einer entsprechenden\u00a0<strong>Pr\u00e4zision<\/strong>\u00a0erstellt, so lassen sie sich automatisch analysieren (z.B. Impact-Analyse), automatisch in weitere Modelle transformieren, oder die Tests k\u00f6nnen gar automatisch ausgef\u00fchrt werden. (3 = Vorteil C)<\/li>\n<\/ol>\n<p>Kommt f\u00fcr die Beschreibung dieser Aspekte eine standardisierte Modellierungssprache zum Einsatz, so ergeben sich weitere Vorteile:<\/p>\n<ol>\n<li>Die standardisierte Modellierungssprache gibt eine gewisse\u00a0<strong>Strukturierung der relevanten Information<\/strong>\u00a0vor, an der sich der Tester orientieren kann. (1 = Vorteil D)<\/li>\n<li>Die Kommunikation der verschiedenen Testaspekte (z.B. Testziele, Teststrategien, Testprozeduren, etc.) wird vereinfacht und effizienter, da alle Beteiligten eine\u00a0<strong>einheitliche Sprache<\/strong>\u00a0sprechen. (2 = Vorteil E)<\/li>\n<li>Eine Standardsprache f\u00fcr die Formulierung von Testspezifikationen f\u00f6rdert ein\u00a0<strong>\u00d6kosystem<\/strong>\u00a0<strong>verschiedener Werkzeuge<\/strong>\u00a0und Hilfsmittel, welche bei der Erstellung und Verwaltung, aber auch f\u00fcr die automatische Ausf\u00fchrung von Testspezifikationen genutzt werden k\u00f6nnen. (3 = Vorteil F)<\/li>\n<\/ol>\n<h2>Das UML Testing Profile V2 (UTP 2)<\/h2>\n<p>Das UML Testing Profile ist eine Spezifikation der Object Management Group (OMG), welche in ihrer ersten Version bereits 2005 ver\u00f6ffentlicht wurde. Sie hatte bereits damals das Ziel, einen Standard f\u00fcr das modellbasierte Testen zu schaffen. 2012 und 2013 wurden zwei kleinere Updates (1.1 und 1.2) ver\u00f6ffentlicht und parallel dazu die neue Hauptversion UTP 2 in Angriff genommen. UTP 2 ist eine standardisierte Modellierungssprache f\u00fcr das Testen, mit der die folgenden Ziele angestrebt werden:<\/p>\n<ul>\n<li>UTP 2 soll\u00a0<strong>Tests jeglicher Art\u00a0<\/strong>f\u00fcr jegliche Art von Systemen unterst\u00fctzen (nicht blo\u00df Software-Tests)<\/li>\n<li>UTP 2 soll\u00a0<strong>den gesamten Testprozess\u00a0<\/strong>unterst\u00fctzen, von der Testkonzeption bis hin zur Testausf\u00fchrung und -auswertung<\/li>\n<li>UTP 2 soll die\u00a0<strong>Vorteile modellbasierter Ans\u00e4tze\u00a0<\/strong>im Bereich des Testings zum Tragen bringen<\/li>\n<li>UTP 2 soll\u00a0<strong>ein Standard<\/strong>\u00a0f\u00fcr modellbasiertes Testen (MBT) werden<\/li>\n<li>UTP 2 soll (bei Bedarf) so\u00a0<strong>formal\u00a0<\/strong>sein, dass sich aus Testspezifikationen weitere Artefakte erzeugen lassen k\u00f6nnen<\/li>\n<li>UTP 2 soll auf der Unified Modeling Language (UML) basieren, so dass UTP sich mittels\u00a0<strong>g\u00e4ngiger UML-Werkzeuge<\/strong>\u00a0und mit \u00fcblichen UML-Kenntnissen nutzen l\u00e4sst<\/li>\n<li>UTP 2 soll andere auf der UML basierende\u00a0<strong>Modellierungssprachen erg\u00e4nzen\u00a0<\/strong>(beispielsweise SysML, MARTE, UPDM, oder BMM)<\/li>\n<li>UTP 2 soll\u00a0<strong>kompatibel zu anderen Standards\u00a0<\/strong>im Bereich des Testings sein, wie beispielsweise ISO\/IES\/IEEE 29119, ISTQB, ETSI TTCN-3 oder TDL<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Entwicklung von UTP 2 befindet sich momentan im Abschluss, und es ist vorgesehen, die Spezifikation per Dezember 2016 der Object Management Group zur Finalisierung und Ver\u00f6ffentlichung einzureichen.<\/p>\n<p>UTP 2 besitzt verschiedene Eigenschaften und Mechanismen, mit denen die oben genannten Vorteile erreicht werden:<\/p>\n<ul>\n<li>UTP 2 bietet\u00a0<strong>verschiedenste Abstraktions- bzw. Detaillierungsebenen\u00a0<\/strong>an, die es dem Anwender erlauben, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Mit verschiedenen Abstraktionstechniken (Spezialisierung, Wiederverwendung, Parametrisierung, Instanziierung, etc.) bietet UTP 2 die M\u00f6glichkeit, wichtige Zusammenh\u00e4nge sehr kompakt und trotzdem pr\u00e4zise zu spezifizieren. (Vorteil A)<\/li>\n<li>UTP 2\u00a0<strong>definiert ein Metamodell\u00a0<\/strong>aus standardisierten Modellelementtypen, welche in verschiedenen Sichten referenziert und damit konsistent wiederverwendet werden k\u00f6nnen. (Vorteil B)<\/li>\n<li>UTP 2 bietet bei Bedarf pr\u00e4zis definierte\u00a0<strong>Standard-Testaktionen, Datenoperationen sowie Testauswertungsregeln<\/strong>, so dass sich z.B. Testf\u00e4lle aus anderen Modellen generieren oder automatisch ausf\u00fchren lassen. (Vorteil C)<\/li>\n<li>UTP 2 bietet eine\u00a0<strong>umfassende Abdeckung \u00fcber Themen aus dem Bereich des Testing<\/strong>: Test-Analsyse, Test-Design, Test-Architektur, Testverhalten, Testdaten und Testauswertung. UTP 2 bietet dem Anwender eine ganze konkrete, strukturierte Hilfestellung an, wie diese Themen auszuarbeiten sind und wie sie untereinander zusammenh\u00e4ngen. (Vorteil D)<\/li>\n<li>UTP 2 ist eine dom\u00e4nenspezifische, diagrammorientierte Sprache, welche die\u00a0<strong>Formulierung Test-relevanter Aspekte vereinheitlicht<\/strong>\u00a0und damit eine zentrale Grundlage f\u00fcr unmisstverst\u00e4ndliche Kommunikation darstellt. (Vorteil E)<\/li>\n<li>Da UTP 2 eine Erwartung der Unified Modeling Language (UML) ist, l\u00e4sst sich UTP 2\u00a0<strong>in g\u00e4ngigen UML-Werkzeugen nutzen,<\/strong>\u00a0und es kann auf bereits bestehendem Know-how aufgebaut werden. (Vorteil F)<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Ein Beispiel<\/h2>\n<p>Zur Illustration, wie die durch UTP 2 abgedeckten Themen in der Praxis angewandt werden k\u00f6nnen, sind im Folgenden einige Beispiele aus der Entwicklung eines Personenaufzugs zusammengestellt.<\/p>\n<p>Eine der ersten und wichtigsten \u00dcberlegungen beim Testen ist die Festlegung, was eigentlich der zu testende Pr\u00fcfling ist (in UTP 2 \u00abTest Item\u00bb genannt), welche Hilfsmittel dazu erforderlich sind (in UTP \u00abTest Component\u00bb genannt) und welche Konfiguration dieser Elemente f\u00fcr die Durchf\u00fcrhung von Tests erforderlich ist. Abbildung 3 (siehe\u00a0<a title=\"Wie Modelle das Testen effizienter machen (PDF)\" href=\"https:\/\/www.microconsult.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/modellierung_wie_modelle_das_testen_effizienter_machen_knowgravity_schacher.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">PDF<\/a>) zeigt vier verschiedene solche \u00abTest Configurations\u00bb, welche verschiedene Elemente eines Personenaufzugs mit verschiedenen Hilfsmitteln und verschiedenen Zwecken beschrieben. (Modellierungsgegenst\u00e4nde 1 und 6).<\/p>\n<p>Demgegen\u00fcber beschreibt Abbildung 4 (siehe\u00a0<a title=\"Wie Modelle das Testen effizienter machen (PDF)\" href=\"https:\/\/www.microconsult.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/modellierung_wie_modelle_das_testen_effizienter_machen_knowgravity_schacher.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">PDF<\/a>) ganz andere Zusammenh\u00e4nge, n\u00e4mlich, welche Ziele (\u00abObjective\u00bb) und Anforderungen (\u00abRequirement\u00bb) an das \u00abTest Item\u00bb mit welchen Testf\u00e4llen (\u00abTest Case\u00bb) validiert (\u00abvalidate\u00bb Beziehungen) bzw. verifiziert (\u00abverify\u00bb Beziehungen) werden sollen (Modellierungsgegenst\u00e4nde 2, 3 und 8).<\/p>\n<p>Es zeigt aber auch, welche Testf\u00e4lle welche Testanforderungen (\u00abTest Requirement\u00bb) erf\u00fcllen (\u00absatisfy\u00bb Beziehungen). Durch diese Art von Beziehungen wird eine detaillierte Nachvollziehbarkeit (engl. &#8222;Traceability&#8220;) erm\u00f6glicht, falls diese erforderlich ist. Zudem ist in diesem Diagramm ersichtlich, dass gewisse Testf\u00e4lle Spezialisierungen anderer Testf\u00e4lle sind oder andere Testf\u00e4lle um spezifische Aspekte erweitern.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich zeigt Abbildung 5 (siehe\u00a0<a title=\"Wie Modelle das Testen effizienter machen (PDF)\" href=\"https:\/\/www.microconsult.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/modellierung_wie_modelle_das_testen_effizienter_machen_knowgravity_schacher.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">PDF<\/a>) ein Beispiel einer konkreten Testprozedur (diejenige des Testfalls &#8222;TC01: Elevator Request&#8220; in Abbildung 4, siehe\u00a0<a title=\"Wie Modelle das Testen effizienter machen (PDF)\" href=\"https:\/\/www.microconsult.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/modellierung_wie_modelle_das_testen_effizienter_machen_knowgravity_schacher.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">PDF<\/a>), die aus standardisierten Testaktionen (&#8222;create stimulus&#8220;, &#8222;expect response&#8220;, &#8222;check property&#8220;, etc.) aufgebaut ist (Modellierungsgegenst\u00e4nde 5 und 7).<\/p>\n<p>Auf diesem Diagramm ist derselbe Tester aus Abbildung 3 (siehe\u00a0<a title=\"Wie Modelle das Testen effizienter machen (PDF)\" href=\"https:\/\/www.microconsult.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/modellierung_wie_modelle_das_testen_effizienter_machen_knowgravity_schacher.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">PDF<\/a>) als Testkomponente gezeigt und das \u00abTest Item\u00bb ist dasjenige aus der \u00abTest Configuration\u00bb &#8222;Acceptance Tests&#8220;. Dies sind Beispiele, wie Diagramme eben lediglich Referenzen auf nur einmal definierte Modellelemente zeigen. M\u00fcssen \u00c4nderungen vorgenommen werden, so k\u00f6nnen diese \u00c4nderungen an einer Stelle erfolgen, und s\u00e4mtliche darauf aufbauenden Sichten werden automatisch aktualisiert.<\/p>\n<h2>Zusammenfassung<\/h2>\n<p>Modellbasiertes Testen verspricht eine Effizienzsteigerung beim Testen, welche aus der Nutzung der Voteile der Modellierung im Allgemeinen resultieren. Die Nutzung wiederverwendbarer Modellelemente erh\u00f6ht die Konsistenz einer Testpsezifikation und vereinfacht deren Wartung bei \u00c4nderungen. Die Pr\u00e4zision einer Modellierungssprache wie dem UTP 2 erlaubt zudem die Automatisierung verschiedener Aufgaben rund um das Testen.<\/p>\n<h2>Literaturverzeichnis<\/h2>\n<p class=\"Reference\">[ETSI]\u00a0 \u00a0\u00a0 European Telecommunications Standards Institute (ETSI): ES 202 951: Requirements for Modeling Notations. ETSI Standard,<br \/>\nMethods for Testing and Specification (MTS); Model-Based Testing (MBT), V1.1.1 (2011-07)<\/p>\n<p class=\"Reference\">[ISO]\u00a0 \u00a0 \u00a0 International Organization for Standardization: Software and systems engineering \u2013 Software testing \u2013 Parts 1-5,<br \/>\nISO 29119-1:2013(E), 2013-09-01, September 2013<\/p>\n<p class=\"Reference\">[TTCN3]\u00a0 ETSI: Methods for Testing and Specification (MTS) \u2013 The Testing and Test Control Notation Version 3 \u2013 Part 1:<br \/>\nTTCN-3 Core Language (Version 4.7.1), ETSI ES 201 873-1, June 2015,<br \/>\n<a title=\"etsi\" href=\"https:\/\/www.ttcn-3.org\/index.php\/downloads\/standards\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.ttcn-3.org\/index.php\/downloads\/standards\/<\/a><\/p>\n<p class=\"Reference\">[UTP]\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Object Management Group: UML Testing Profile (UTP) \u2013 version 1.2, ptc\/2012-09-13, September 2012<\/p>\n<p><a title=\"Wie Modelle das Testen effizienter machen (PDF)\" href=\"https:\/\/www.microconsult.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/modellierung_wie_modelle_das_testen_effizienter_machen_knowgravity_schacher.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Beitrag als PDF downloaden<\/strong><\/a><\/p>\n<hr \/>\n<h2>Modellierung &#8211; MicroConsult Trainings &amp; Coachings<\/h2>\n<p><strong>Wollen Sie sich auf den aktuellen Stand der Technik bringen?<\/strong><\/p>\n<p>Dann informieren Sie sich\u00a0<a title=\"Alle Trainings und Termine\" href=\"https:\/\/www.microconsult.de\/alle-trainings-termine-komplettuebersicht\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>hier<\/strong>\u00a0<\/a>zu Schulungen\/ Seminaren\/ Trainings\/ Workshops und individuellen Coachings von MircoConsult zum Thema Modellierung \/Embedded- und Echtzeit-Softwareentwicklung.<\/p>\n<p><strong>Training &amp; Coaching zu den weiteren Themen unseren Portfolios finden Sie\u00a0<a title=\"Training &amp; Beratung - alle Themen\" href=\"https:\/\/www.microconsult.de\/training-beratung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a>.<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<h2>Modellierung &#8211; Fachwissen<\/h2>\n<p>Wertvolles Fachwissen zum Thema Modellierung \/Embedded- und Echtzeit-Softwareentwicklung steht\u00a0<a title=\"Embedded- und Echtzeit-Softwareentwicklung\" href=\"https:\/\/www.microconsult.de\/embedded-und-echtzeit-softwareentwicklung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>hier<\/strong>\u00a0<\/a>f\u00fcr Sie zum kostenfreien Download bereit.<\/p>\n<p><a title=\"Embedded- und Echtzeit-Softwareentwicklung\" href=\"https:\/\/www.microconsult.de\/embedded-und-echtzeit-softwareentwicklung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Zu den Fachinformationen<\/strong><\/a><\/p>\n<p><strong>Fachwissen zu weiteren Themen unseren Portfolios finden Sie <a title=\"Fachinformationen\" href=\"https:\/\/www.microconsult.de\/fachwissen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a>.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Modellbasiertes Testen mit dem UML Testing Profile V2 der OMG Autor: Markus Schacher, KnowGravity Inc. 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