{"id":7754,"date":"2025-11-29T05:30:12","date_gmt":"2025-11-29T04:30:12","guid":{"rendered":"https:\/\/web-dev-weissblau.de\/microconsult\/?p=7754"},"modified":"2026-02-13T16:10:49","modified_gmt":"2026-02-13T15:10:49","slug":"the-formus%c2%b3ic-research-project-in-collaboration","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.microconsult.de\/en\/das-formus%c2%b3ic-forschungsvorhaben-im-verbund\/","title":{"rendered":"The FORMUS\u00b3IC research project in collaboration"},"content":{"rendered":"<h2>Vom Stand der Technik zu neuen Entwicklungen<\/h2>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"center\">Autoren: Lukas Osinski, J\u00fcrgen Mottok,\u00a0 Laboratory for Safe and Secure Systems (LaS\u00b3), Zentrum Digitalisierung.Bayern (ZD.B)<\/p>\n<h3>Beitrag &#8211; Embedded Software Engineering Kongress 2018<\/h3>\n<p><strong>Im Forschungsvorhaben Multi-Core Safe and Software-intensive Systems Improvement Community wurden durch einen ganzheitlichen Ansatz die durch heterogene Multi-\/Many-Core Architekturen entstehenden Herausforderungen f\u00fcr Automotive und Avionics gel\u00f6st. Das zu entwickelnde ganzheitliche L\u00f6sungskonzept spiegelt sich in der Ber\u00fccksichtigung der verschiedenen Ebenen des Hardware-Software Co-Designs wider. Damit wurden neben L\u00f6sungen f\u00fcr aktuelle Probleme in erster Linie Beitr\u00e4ge f\u00fcr die effiziente Nutzung heterogener Multi- und Many-Core-Systeme geleistet.<\/strong><\/p>\n<h2>1 Einf\u00fchrung<\/h2>\n<p>Der Forschungsverbund Multi-Core Safe and Software-intensive Systems Improvement Community (FORMUS<sup>3<\/sup>IC) aus dem Bereich der Informationstechnologie leistete in den Jahren 2015-2018 einen wichtigen Beitrag, um sichere heterogene parallele Hardwareplattformen zu nutzen.<\/p>\n<p>Am Forschungsverbund FORMUS\u00b3IC sind sechs Hochschulen beteiligt (Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg, Friedrich-Alexander-Universit\u00e4t Erlangen-N\u00fcrnberg, Hochschule f\u00fcr Angewandte Wissenschaften M\u00fcnchen, Ostbayerische Technische Hochschule Amberg-Weiden, Technische Hochschule Ingolstadt, Technische Hochschule N\u00fcrnberg Georg Simon Ohm), und acht Unternehmen (Airbus Defence &amp; Space GmbH, AUDI AG, Continental Automotive GmbH, Elektrobit Automotive GmbH, Infineon Technologies AG, iNTENCE automotive electronics GmbH, \u00a0Timing-Architects Embedded Systems GmbH, XKrug GmbH) belegen die Relevanz entlang der Wertsch\u00f6pfungskette. Das Vorhaben wird von der Bayerischen Forschungsstiftung gef\u00f6rdert und hat ein Gesamtvolumen von ca. 4 Mio.\u20ac.<\/p>\n<p>Mit sechs technischen Arbeitspaketen (TP2, \u2026, TP6) werden unterschiedliche Fragestellungen aufgegriffen, L\u00f6sungen entwickelt und in einem Demonstrator die Machbarkeit (TP7) nachgewiesen. Die im ersten Projektjahr identifizierten und verfolgten Forschungsfragen wurden im zweiten Projektjahr vertieft, und die Entwicklung von L\u00f6sungen wurde im dritten Projektjahr verfolgt. Folgende Leistungen der einzelnen Teilprojekte von FORMUS\u00b3IC sind kurz aufgez\u00e4hlt:<\/p>\n<ol>\n<li>Architekturbeschreibung und Time Simulation: Architekturbeschreibung in ADLs erweitert und Gang Scheduling spezifiziert<\/li>\n<li>Funktionale Sicherheit und Verifikation: Performantes Fehlertoleranz-Konzept ist erstellt, Untersuchungen zu leichtgewichtigen kryptographischen Primitiven angefertigt<\/li>\n<li>Model-Verfeinerung \/ Hardware-nahe Simulation und Rekonstruktion: Prozessormodelle f\u00fcr HW-feine Analyse erstellt<\/li>\n<li>Parallelisierungs-Techniken und -Pattern: Katalog an Parallelisierungs-Pattern erstellt und Auswirkungen auf Scheduling beschrieben<\/li>\n<li>Kommunikation: Kommunikationsprotokoll f\u00fcr das Redundanznetzwerk ermittelt und Prototyp implementiert<\/li>\n<li>Referenzarchitektur (Demonstrator): Drei Hardwareplattformen und deren HW-\/SW-Architektur festgelegt<\/li>\n<\/ol>\n<p>Abbildung 1 (s.\u00a0<a title=\"Fachinfo_ESE_formus3ic_las3_mottok\" href=\"https:\/\/www.microconsult.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/fachinfo_ese_formus3ic_las3_mottok.pdf\">PDF<\/a>): Technische Arbeitspakete des FORMUS\u00b3IC-Forschungsverbundes<\/p>\n<p>Nach einem Diskurs der Ausganglage im Jahr 2015 bei Projektstart in Kapitel 2 folgt in Kapitel 3 die exemplarische Diskussion des Projektergebnisses der Funktionalen Sicherheit aus Teilprojekt 3 (TP3). Kapitel 4 wird im Anschluss eine Zusammenfassung und einen Ausblick geben.<\/p>\n<h2>2 Stand der Technik<\/h2>\n<p>Die Diskussion des Stands der Technik erfolgt einzeln f\u00fcr die Themenfelder.<\/p>\n<h3>2-1 Architekturbeschreibungssprache EAST-ADL<\/h3>\n<p>Die EAST-ADL, kurz f\u00fcr Electronics Architecture and Software Technology \u2013 Architecture Description Language [1], ist eine dom\u00e4nenspezifische Architekturbeschreibungssprache f\u00fcr die modellbasierte Entwicklung und Beschreibung eingebetteter E\/E-System- und Softwarearchitekturen in einem standardisierten Format mit besonderem Fokus auf dem Bedarfsfeld der Dom\u00e4ne Automotive [2]. Die Sprache wurde in enger Anlehnung an den etablierten Automotive Standard entworfen und nutzt dessen sprachliche Mittel zur Umsetzung einer der vier EAST-ADL Abstraktionsebenen. In diesem Sinne kann die EAST-ADL auch als Erweiterung der implementierungsnahen AUTOSAR-Sicht angesehen werden, welche diese um zus\u00e4tzliche, h\u00f6here Abstraktionsebenen erg\u00e4nzt. Die EAST-ADL wurde urspr\u00fcnglich im Rahmen des europ\u00e4ischer Forschungsprojektes ITEA EAST-EEA [3] entwickelt und anschlie\u00dfend in verschiedenen europ\u00e4ischen Forschungsprojekten weiterentwickelt, zuletzt insbesondere im Kontext der FP7 Projekte ATESST und ATESST2 [4] sowie MAENAD [5], welches insbesondere auf die Anforderungen moderner Elektrofahrzeuge abzielte.<\/p>\n<h3>2-2 Scheduling<\/h3>\n<p>Im Zentrum eines jeden Betriebssystems mit Multitasking-Unterst\u00fctzung steht das implementierte Schedulingverfahren. Dieses legt fest, welcher Programmteil zu welchem Zeitpunkt welche Priorit\u00e4t hat. Anhand der Priorisierung werden die Programmteile dann im Systemverlauf ausgef\u00fchrt. Abh\u00e4ngig von der Zielsetzung des implementierten Schedulingverfahrens haben sich hier verschiedene Strategien etabliert. Das erste Priorit\u00e4tsprotokoll f\u00fcr Multi-Prozessor-Umgebungen wurde von Rajkumar et al. in [6] pr\u00e4sentiert. Moderne Synchronisationsprotokolle erlauben geschachtelte Resourcenan-fragen. Dies wurde erstmals im &#8222;Flexible Multiprocessor Locking Protocol&#8220; (FMLP) von Block et al. implementiert [7]. Dieses ist sowohl f\u00fcr statisches, als auch f\u00fcr dynamisches Scheduling geeignet, erzeugt allerdings immer noch viele Priorit\u00e4tsinversionen. Sowohl die Synchronisationsprotokolle von Brandenburg und Anderson [8], als auch das von Ward und Anderson [9] erlauben die geschachtelte Verwendung von Semaphoren, dies allerdings nur f\u00fcr statische, bzw. w\u00e4hrend der Abarbeitung einer Taskinstanz fester Priorit\u00e4tsvergabe. Beide Protokolle basieren auf passivem Warten. Das von Brandenburg et al. vorgeschlagene FMLP wurde durch Alfranseder et al. In [10] erweitert. Dabei werden die kritischen Abschnitte des Synchronisationsprotokolls in einen ununterbrechbaren und in einen unterbrechbaren Teil unterteilt. Dadurch verringert sich die Zahl der Priorit\u00e4tsinversionen f\u00fcr bestimmte Tasksets. Basierend auf den Short-Resource-Requests des FMLP Protokolls erweitern Alfranseder et al. in [11] das Priorit\u00e4tsprotokoll des OSEK-Betriebssystems und erm\u00f6glichen damit den Einsatz von OSEK auf Mehrkernplattformen. In [12] pr\u00e4sentieren Wieder und Brandenburg eine umfassende \u00dcbersicht und Analyse verschiedener Arten von, auf aktivem Warten basierenden, Synchronisationsprotokollen. Der in [13] vorgestellte Ansatz baut auf dem Stack Resource Protocol auf und verwendet Software Transactional Memory-Mechanismen um Deadlocks und Priorit\u00e4tsinversionen zu vermeiden.<\/p>\n<h3>2-3 Informationssicherheit<\/h3>\n<p>Im Kalenderjahr 2015 zeigte sich jedoch deutlich, dass das Internet der Dinge, welches die Hersteller f\u00fcr sich erschlie\u00dfen m\u00f6chten, vielf\u00e4ltige Herausforderungen mit sich bringt. Die gr\u00f6\u00dfte Aufmerksamkeit erzielten Charlie Miller und Chris Valasek mit ihrem Hack des Jeep Cherokee. Sie demonstrierten, wie sie \u00fcber das Internet die Kontrolle \u00fcber ein Fahrzeug dieses Typs erlangen konnten und anschlie\u00dfend praktisch s\u00e4mtliche Funktionen, die der Fahrer im Auto selbst ausl\u00f6sen kann, beispielsweise die Scheibenwaschanlage, die L\u00fcftung oder die Stereoanlage, \u00fcber das Internet fernsteuerten. Es war ihnen sogar m\u00f6glich, das Fahrzeug anzuhalten (vgl. [14]). Aber auch andere Hersteller, beispielsweise Nissan oder BMW, offenbarten und offenbaren, dass ihre Fahrzeuge aktuell nicht ausreichend gegen Hackerangriffe gesch\u00fctzt sind.<\/p>\n<p>Die Angriffe reichten vom unautorisierten Zugriff auf vertrauliche Fahrzeugdaten (bei Nissan, vgl. [15]) bis zum unautorisierten \u00d6ffnen des Fahrzeugs \u00fcber das Internet (bei BMW, vgl. [16]). Die Folge derartiger, insbesondere medienwirksam inszenierter Hacks sind in der Regel teure R\u00fcckrufaktionen oder die Au\u00dferbetriebnahme von Konnektivit\u00e4tsdiensten &#8211; ein Nebeneffekt ist au\u00dferdem ein Imageverlust f\u00fcr den jeweiligen Hersteller. Dass weder die genannten Angriffe noch die zuvor genannten Automobilhersteller Einzelf\u00e4lle sind, zeigt ein Bericht von US-Senator Edward J. Markey (Massachusetts) vom Februar 2015: Die &#8222;Connected Cars&#8220; betreffend fehlen offensichtlich geeignete Sicherheitsfunktionen, um den Fahrer gegen Hackerangriffe zu sch\u00fctzen, die entweder die Kontrolle \u00fcber das Fahrzeug \u00fcbernehmen oder fahrerspezifische und damit personenbezogenen Daten sammeln, um aus diesen Kapital zu schlagen (vgl. [17]).<\/p>\n<h3>2-4 Funktionale Sicherheit<\/h3>\n<p>Sicherheitsnormen (z.B. Automotive: ISO 26262, Avionik: DO-178B) schlagen bereits verschiedene Diagnosetechniken und \u00dcberwachungstechniken zur funktionalen Absicherung von eingebetteten Systemen vor. Die Herausforderung hierbei ist, f\u00fcr die unterschiedlichen Anwendungsf\u00e4lle bzw. Fehlerbilder eines Automotive-Systems geeignete Verfahren und Methoden der Fehlererkennung sowie Fehlerbehandlung zu identifizieren, bei Bedarf neu zu entwickeln und anzuwenden. Die Einf\u00fchrung von Redundanz durch unterschiedliche Software-Kan\u00e4le oder eines Kanals von speziell kodierter Software (spezifische Kodierung von Daten und Anweisungen) wird als Safely-Embedded-Software (SES) [18] bezeichnet und ist inspiriert von dem Vital Coded Processor Ansatz [19]. Der einfachste Ansatz einen redundanten Kanal zu erhalten ist die Verdoppelung der urspr\u00fcnglichen Befehle und Daten.<\/p>\n<p>Durch die entstehende einfache Redundanz k\u00f6nnen jedoch Common Cause Failures nicht erkannt werden, da sie in beiden Kan\u00e4len auftreten. Raab et al. [18] haben gezeigt, dass die Verwendung von SES zu einer Erh\u00f6hung der Laufzeit um das 44-fache \u2013 im Gegensatz zur originalen Version mit Standartmethoden \u2013 f\u00fchrt. Die Autoren merken an, dass ihre Methode ein Proof-of-Concept ist und noch Potentiale zur Verbesserung der Laufzeit bestehen. In der Arbeit von Braun [20] wurde die kodierte Verarbeitung einem parallel ausgelegten System gegen\u00fcbergestellt. Hierbei konnte ein besseres Langzeitverhalten des Coded Processing Ansatzes aufgezeigt werden. Durch die reduzierte Fehlerwahrscheinlichkeit mit geeignet gew\u00e4hltem Coded Processing kann es erm\u00f6glicht werden COTS (components-off-the-shelf) zu verwenden, um Kosten zu sparen, wobei die Zuverl\u00e4ssigkeit des Systems unver\u00e4ndert bleibt.<\/p>\n<p>Braun schl\u00e4gt zudem ein Software Rejuvenation Model vor, in welchem SES durch das Partial Rejuvenation erg\u00e4nzt wird [21]. Durch die Anwendung von Markov Modellen k\u00f6nnte eine Verbesserung der Mean-Time-To-Failure (MTTF) um mehr als den Faktor 1000 gezeigt werden. Ein wichtiger Vorteil von SES ist, dass es in der problemorientierten Programmiersprache C realisiert werden kann und dass au\u00dferdem bestimmte Fehler erkannt werden, die durch den Compiler entstehen k\u00f6nnen [22]. Mit dem Thema der kodierten Verarbeitung besch\u00e4ftigt sich neben Braun et al. auch eine Forschergruppe um die TU Dresden Ausgr\u00fcndung SIListra. Die Forschergruppe entwickelt einen Compiler, der automatisiert C basierte Anwendungen nach den Prinzipien des Coded Processing transformiert und Hardware Fehler aufdecken kann [23]. Zu Verifikation von z.B. Sicherheitsma\u00dfnamen schl\u00e4gt die automobile Sicherheitsnorm ISO 26262 die Methode der Fault-Injection vor [19]. Dies kann auch auf Diagnose und \u00dcberwachungstechniken wie dem SES-Ansatz angewendet werden, bspw. durch eine auf dem Monte-Carlo-Prinzip beruhende modellbasierte Simulationsumgebung.<\/p>\n<h3>2-5 Multi- und Many-Core Simulationsumgebungen f\u00fcr Universalprozessoren<\/h3>\n<p>In diesem Themenfeld liegt der Fokus in der Auffindung von Entwurfswerkzeugen und geeigneten eigebetteten Architekturen, welche ein hohes Ma\u00df an Heterogenit\u00e4t aufweisen und speziell an die Bed\u00fcrfnisse der Automobil-Industrie angepasst sind. Die Simulation solcher heterogenen Architekturen ist hierf\u00fcr ein wichtiges Instrument, da oft noch kein synthetisiertes Hardware-Design existiert. Dieses Kapitel gibt einen \u00dcberblick \u00fcber vorhandene Multi- und Many-Core Simulatoren und bewertet deren Eignung f\u00fcr das Vorhaben. Drei Kriterien sind f\u00fcr die Bewertung von Bedeutung. Diese Kriterien sind (i) die\u00a0<em>Simulationsperformanz<\/em>, (ii) die\u00a0<em>Verf\u00fcgbarkeit von Prozessor-Modellen<\/em>\u00a0f\u00fcr eingebettete und Low-Power-Prozessoren sowie (iii) die M\u00f6glichkeit,\u00a0<em>Energiebedarf und Rechenleistung<\/em>\u00a0zu\u00a0<em>evaluieren<\/em>. Tabelle 1 zeigt einen zusammen\u00adfassenden Vergleich der im Folgenden bewerteten Simulationsum\u00adgebungen.<\/p>\n<table border=\"1\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"83\">\n<p class=\"StandardTabelle\">Simulations-umgebung<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"120\">\n<p class=\"StandardTabelle\">Multi- und Many-Core Simulationen sind m\u00f6glich<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"112\">\n<p class=\"StandardTabelle\">Simulations-performanz<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"114\">\n<p class=\"StandardTabelle\">Verf\u00fcgbarkeit von Modellen f\u00fcr Energie Messungen<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"129\">\n<p class=\"StandardTabelle\">Verf\u00fcgbarkeit von eingebetteten Prozessor-Modellen<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"83\">\n<p class=\"StandardTabelle\">Graphite<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"120\">\n<p class=\"StandardTabelle\">Ja<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"112\">\n<p class=\"StandardTabelle\">Mittel bis hoch<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"114\">\n<p class=\"StandardTabelle\">Ja<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"129\">\n<p class=\"StandardTabelle\">Keine<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"83\">\n<p class=\"StandardTabelle\">Sniper<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"120\">\n<p class=\"StandardTabelle\">Ja<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"112\">\n<p class=\"StandardTabelle\">Hoch<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"114\">\n<p class=\"StandardTabelle\">Ja<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"129\">\n<p class=\"StandardTabelle\">Keine<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"83\">\n<p class=\"StandardTabelle\">SoCLib<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"120\">\n<p class=\"StandardTabelle\">Ja<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"112\">\n<p class=\"StandardTabelle\">Langsam bis mittel<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"114\">\n<p class=\"StandardTabelle\">Ja<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"129\">\n<p class=\"StandardTabelle\">Mittel<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"83\">\n<p class=\"StandardTabelle\">HORNET<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"120\">\n<p class=\"StandardTabelle\">Ja<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"112\">\n<p class=\"StandardTabelle\">Langsam bis mittel<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"114\">\n<p class=\"StandardTabelle\">Ja<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"129\">\n<p class=\"StandardTabelle\">Ein MIPS Modell<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"83\">\n<p class=\"StandardTabelle\">gem5<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"120\">\n<p class=\"StandardTabelle\">Ja<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"112\">\n<p class=\"StandardTabelle\">Langsam bis hoch<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"114\">\n<p class=\"StandardTabelle\">Ja<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"129\">\n<p class=\"StandardTabelle\">Hoch<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"83\">\n<p class=\"StandardTabelle\">QEMU<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"120\">\n<p class=\"StandardTabelle\">Ja<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"112\">\n<p class=\"StandardTabelle\">Sehr hoch<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"114\">\n<p class=\"StandardTabelle\">Nein<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"129\">\n<p class=\"StandardTabelle\">Niedrig<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"83\">\n<p class=\"StandardTabelle\">OVP<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"120\">\n<p class=\"StandardTabelle\">Ja<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"112\">\n<p class=\"StandardTabelle\">Sehr hoch<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"114\">\n<p class=\"StandardTabelle\">Ja<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"129\">\n<p class=\"StandardTabelle\">Sehr hoch<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><em>Tabelle 1: Vergleich der Simulationsumgebungen<\/em><\/p>\n<h3>2-6 Parallelisierungstechniken und \u2013pattern in C++<\/h3>\n<p>Trotz einer langfristig sinkenden Verbreitung ist C++ aktuell nach C und Java die Programiersprache mit der dritth\u00e4ufigsten Verwendung (gem\u00e4\u00df dem Tiobe Index [24]). Seit C++11 bietet die Sprache eine Reihe von Elementen zur Entwicklung von parallelem Code an, u.a. Threads, Speichermodelle, asynchrone Ausf\u00fchrung (async) und Thread-lokaler Speicher. In der kommenden Version C++17 sind neben Verfeinerungen auch parallele Algorithmen geplant. Bis 2020 sollen alle Formen von Intra-Node Parallelit\u00e4t mit nativen C++ abgebildet werden k\u00f6nnen, wie SIMD, Multicore CPU, GPU. OpenMP soll dann vollst\u00e4ndig in C++ aufgehen, so dass keine OpenMP Anweisungen mehr n\u00f6tig sind [25]. In C++11 wurde erstmalig die nebenl\u00e4ufige Programmierung im C++ Standard erm\u00f6glicht. Die wesentlichen Konstrukte dazu werden im Folgenden kurz dargestellt [26]. Der Standard C++14 unterscheidet sich von C++11 haupts\u00e4chlich durch Fehlerbereinigungen und kleineren Verbesserungen.<\/p>\n<p>Mit der std::thread Bibliothek wird eine Schnittstelle f\u00fcr Threads bereitgestellt. Wie \u00fcblich k\u00f6nnen Threads erzeugt und verwaltet werden. Die Threads werden dabei durch die Laufzeitbibliothek auf das verwendete Betriebssystem abgebildet. Ebenso werden Synchronisierungsmechanismen bereitgestellt, wie z.B. join().<\/p>\n<p>Zur gemeinsamen Nutzung von Ressourcen werden entsprechende Objekte bereitgestellt, wie mutex, sowie entsprechende Funktionen, wie lock().<\/p>\n<p>Eine Vereinfachung der parallelen Ausf\u00fchrung in C++11 wird durch die Verwendung von promises \/ futures erreicht, mit denen die Ergebnisse von nebenl\u00e4ufigen Ausf\u00fchrungen wieder zusammengef\u00fchrt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Eine weitere Vereinfachung wird durch die Verwendung von async erreicht. Damit k\u00f6nnen asynchrone Funktionsaufrufe gestartet werden, welche nebenl\u00e4ufig ausgef\u00fchrt werden. Die wesentlichen Parameter sowie die geteilten Daten werden dem Aufruf mitgegeben. Das Ergebnis wird dann zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt als future abgerufen. Die Laufzeitumgebung kann dadurch den Zeitpunkt sowie den Ort der Funktionsausf\u00fchrung frei bestimmen.<\/p>\n<p>Der Programmierer kann durch die Verwendung von futures und async Berechnungen starten, welche dann von der C++ Laufzeitumgebung parallel ausgef\u00fchrt werden k\u00f6nnen. Erst wenn das Ergebnis ben\u00f6tigt wird, werden die Ausf\u00fchrungsstr\u00e4nge wieder zusammengef\u00fchrt. C++ wurde um Mechanismen erweitert, die die Erstellung von nicht-blockierenden Datenstrukturen erm\u00f6glichen. Dazu sind z.B. im atomic Package der Standardbibliothek verschiedene atomare Operationen enthalten, wie z.B. std::atomic::fetch_add<\/p>\n<p>Die C++ Version C++17 ist als ein &#8222;major release&#8220; mit relevanten Neuerungen umgesetzt: Ein wichtiger Aspekt wird die Bereitstellung von parallelen Versionen einiger Algorithmen der Standardbibliothek sein, wie z.B. sort oder for_each. Der Grad der Parallelisierung kann durch einen Parameter eingestellt werden. Zuk\u00fcnftige Erweiterungen umfassen SIMD basierte Parallelisierung sowie eine Beeinflussung der Vector-Order-of-Evaluation.<\/p>\n<h3>2-7 Redundanzkonzepte der Avionik<\/h3>\n<p>Im zivilen Sektor z\u00e4hlten die Architektur der Airbus-Serien A320, A330 und A340 [27], sowie bei Boeing die der 777 [29] lange Zeit als Quasi-Standard. Verfolgt wurde hierbei der Ansatz der Federated Architecture. Typisch daf\u00fcr ist, dass das Gesamtsystem in Einzelsysteme \u2013 oft auch Line Replacable Units (LRU)s genannt \u2013 unterteilt ist [28]. Jede dieser LRU ist dabei f\u00fcr einen bestimmten Aufgabenbereich zust\u00e4ndig und besteht aus einem eigenen Prozessor, sowie eigenem Speicher. Miteinander verbunden sind diese \u00fcber spezielle, auf hochsicherheitskritische Anwendungen ausgelegte Datenbusse wie dem MIL-STD-1553B oder dem ARINC 429. Diese Busse sind jedoch spezifisch f\u00fcr die Avionik-Branche und werden nicht von Mikrocontrollern selbst bereitgestellt, sondern m\u00fcssen \u00fcber separate Komponenten realisiert werden \u2013 was sich wiederum negativ auf Gr\u00f6\u00dfe, Gewicht und Stromverbrauch auswirkt. Dies k\u00f6nnen entweder eigenst\u00e4ndige I\/O-Boards sein, welche in den Rechner gesteckt werden, oder aber auch FPGAs die sich auf dem Rechnerboard selbst befinden.<\/p>\n<h2>3 Funktionale Sicherheit (aus TP3) als exemplarisches Projektergebnis<\/h2>\n<p>Als Ausgangspunkt f\u00fcr die Weiterentwicklung des \u00dcberwachungskonzepts wurde der softwarebasierte Combined Redundancy (CoRed) [30] Ansatz f\u00fcr Singlecore Systeme verwendet. CoRed vereint die redundante Ausf\u00fchrung von Anwendungen (Prozess) in Form von Triple-Modular-Redundancy (TMR) mit arithmetischer Codierung, um den Zuverl\u00e4ssigkeitsengpass Mehrheitsentscheider zu beheben.<\/p>\n<p>TMR ist ein weit verbreitetes Muster, um Fehlertoleranz insbesondere im Hardware-Bereich zu realisieren. Dabei wird durch drei identische Elemente dieselbe Operation ausgef\u00fchrt und anschlie\u00dfend das korrekte Ergebnis durch einen Mehrheitsentscheid ermittelt. Dieser Ansatz bietet neben der M\u00f6glichkeit, Fehler zu detektieren, den Vorteil, dass auch das fehlerhafte Element identifiziert werden kann. Zudem wird ein Beitrag zur Verf\u00fcgbarkeit des Systems geleistet, da durch Maskierung (Mehrheitsentscheid) die Systemausf\u00fchrung trotz eines fehlerhaften Ergebnisses fortgef\u00fchrt werden kann. Eine kritische Fehlerstelle von TMR stellt jedoch der Mehrheitsentscheid selbst dar. Aus diesem Grund m\u00fcssen an diese Komponente hohe Anforderungen in Bezug auf die Zuverl\u00e4ssigkeit gestellt werden. Diese Zuverl\u00e4ssigkeitsanforderungen k\u00f6nnen bei einer Realisierung in Hardware durch bspw. geh\u00e4rtete Schaltungen erreicht werden. Bei einer rein softwarebasierten L\u00f6sung \u2013 wie im Falle von CoRed \u2013 kann die arithmetische Codierung zur Erh\u00f6hung der Zuverl\u00e4ssigkeit angewendet werden.<\/p>\n<p>Beim CoRed Ansatz werden Anwendungsprozesse repliziert und sequentiell, gefolgt von einem codierten Mehrheitsentscheid, auf einem einzelnen Kern ausgef\u00fchrt. Beim Eintritt in den Prozess werden die zuvor arithmetisch codierten Daten decodiert, um die durch codierte Operationen hervorgerufenen Einbu\u00dfen bei der Ausf\u00fchrungszeit auf ein vernachl\u00e4ssigbares Minimum zu reduzieren. Nach Fertigstellung der Tasks werden die Daten wiederum arithmetisch codiert und dem nachfolgenden codierten Mehrheitsentscheid (Prozess) zur Verf\u00fcgung gestellt. W\u00e4hrend der Zeitspanne in den Daten innerhalb der Anwendungstasks uncodiert verarbeitet werden, wird die Erkennung von Fehlern durch die redundante Ausf\u00fchrung der Anwendungsprozesse sichergestellt. Der Mehrheitsentscheid selbst wird auf arithmetisch codierten Daten ausgef\u00fchrt, um eine Erkennung von Fehlern innerhalb des Entscheidungsprozesses zu erm\u00f6glichen und durch R\u00fcckw\u00e4rtsbehebung zu korrigieren.<\/p>\n<p>Die Wirksamkeit des CoRed Ansatzes &#8211; insbesondere des codierten Mehrheitsentscheids &#8211; wurde durch simulative Fault Injection Experimente gezeigt. Nachteile ergeben sich jedoch durch die Notwendigkeit von partieller Virtualisierung, Run-To-Completion Semantik, Schwierigkeiten bei der Einhaltung von Echtzeitgarantien aufgrund von R\u00fcckw\u00e4rtsbehebung und sequentieller Prozessausf\u00fchrung, sowie der fehlenden Abdeckung von permanenten Fehlern aufgrund des Single-Core Ansatzes. Zudem besteht durch die Verwendung der AN-BD Codierung und der damit verbundenen komplexen Verwaltung der B und D-Signaturen eine erh\u00f6hte Fehleranf\u00e4lligkeit in der Verwaltungslogik au\u00dferhalb des Mehrheitsprozesses.<\/p>\n<p>Abbildung 2 (s.\u00a0<a title=\"Fachinfo_ESE_formus3ic_las3_mottok\" href=\"https:\/\/www.microconsult.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/fachinfo_ese_formus3ic_las3_mottok.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">PDF<\/a>) &#8211; Verfahren zur Online-\u00dcberwachung [31]<\/p>\n<h3>3-1 Fehlertoleranzarchitektur<\/h3>\n<p>Die Weiterentwicklung des urspr\u00fcnglichen Ansatzes umfasste u.a. folgende Punkte:<\/p>\n<ul>\n<li>Parallele Ausf\u00fchrung der Replikate (Prozess und Mehrheitsentscheid) auf separaten Kernen zur Reduzierung der Antwortzeit<\/li>\n<li>Einf\u00fchrung von multiplen Mehrheitsentscheidern mit singul\u00e4rer Ausgabe (Hierarchie) zur Elimination der R\u00fcckw\u00e4rtsbehebung und Reduzierung der Antwortzeit<\/li>\n<li>Optimierung der arithmetischen Codierung durch\n<ul>\n<li>Eliminierung der notwendigen Redundanz bei der statischen B Signatur<\/li>\n<li>Eliminierung der D-Signatur und der damit verbundenen komplexen und fehleranf\u00e4lligen Verwaltungslogik<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li>Integration von Gleitkommazahlen<\/li>\n<li>Einf\u00fchrung von Rekonfigurationsstrategien auf Applikationsebene zur Erh\u00f6hung der Verf\u00fcgbarkeit<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der Einsatz von arithmetischer Codierung auf Quellcodeebene f\u00fchrt zur Erh\u00f6hung der Ausf\u00fchrungszeiten, da alle Operationen in der codierten Dom\u00e4ne ausgef\u00fchrt und komplexe Signaturen zur Laufzeit berechnet werden m\u00fcssen. Im Kontrast dazu wird im aktuellen \u00dcberwachungskonzept die arithmetische Codierung lediglich zur Absicherung der kritischen Fehlerstellen wie z.B. dem Mehrheitsentscheid oder Speicherablage eingesetzt. Durch die Decodierung der Daten zu Beginn der Prozessausf\u00fchrung k\u00f6nnen die Kosten f\u00fcr den Einsatz der arithmetischen Codierung auf ein vernachl\u00e4ssigbares Ma\u00df reduziert und die Antwortzeit erheblich verbessert werden. Zudem erlaubt der selektive Einsatz der Codierung die Integration von Gleitkommazahlen innerhalb der Prozesse. Durch die Elimination von Redundanzen der statischen B-Signatur und der Verwaltungslogik der D-Signatur besteht nun zur Umsetzung des Konzepts im Industrieumfeld zudem keine Notwendigkeit der (zertifizierten) Toolunterst\u00fctzung.<\/p>\n<p>Eine Vielzahl von Konzepten ber\u00fccksichtigt lediglich transiente Fehler. Obwohl die Fehlerrate f\u00fcr permanente Fehler deutlich geringer, als f\u00fcr transiente Fehler ist, beziehen wir diese in unsere Betrachtung mit ein. Durch die Ausf\u00fchrung der replizierten Prozesse auf unterschiedlichen Kernen, kann auf homogenen Systemen bereits ein kleiner Beitrag hin zur Erkennung von permanenten Fehlern geleistet werden, welcher sich jedoch erst durch den Einsatz von heterogenen Systemen verst\u00e4rkt. Zudem wird durch die parallele Ausf\u00fchrung der Prozessreplikate die Antwortzeit des Systems verbessert und somit die Echtzeitf\u00e4higkeit gef\u00f6rdert. Durch die Replikation der Mehrheitsentscheider und die Ausf\u00fchrung auf unterschiedlichen Kernen wird die vorher notwendige R\u00fcckw\u00e4rtsbehebung eliminiert. Sollte es zum Ausfall eines Mehrheitsentscheids kommen, so \u00fcbernimmt einer der korrekten Entscheider die Ausgabe des korrekten Ergebnisses. Um eine singul\u00e4re Ausgabe der Mehrheitsentscheide sicherzustellen wird die Ausgabereihenfolge durch eine Hierarchie geregelt. Nach dem Ausfall eines Mehrheitsentscheids werden je nach Systemdesign (statisch\/dynamisch) unterschiedliche Rekonfigurationsstrategien ausgef\u00fchrt, welche sicherstellen, dass defekte Komponenten ausgegliedert und die Replikate auf gesunde Komponenten verlagert werden.<\/p>\n<p>Zur Verifikation des \u00dcberwachungskonzepts wurden Fault Injection Experimente mit Daten- und Kontrollflussfehlern auf einem Infineon AURIX TriCore TC27x unter ERIKAOS2.7 durchgef\u00fchrt. Zum Einsatz kamen dabei ein uncodierter und ein optimierter arithmetisch codierter Mehrheitsentscheid. Die Experimente wurden mit unterschiedlichen Eingabewerten durchgef\u00fchrt um eine vollst\u00e4ndige Zweig\u00fcberdeckung (engl. Branch Coverage) zu erreichen. Datenfehler (DF) wurden durch Injektion von transienten 1-Bitfehlern w\u00e4hrend dem Lesezugriff der genutzten Register abgebildet. Kontrollflussfehler (KFF) wurden durch die Manipulation des Programmz\u00e4hlers injiziert. Die Ergebnisse der Experimente wurden dabei in folgende Kategorien eingeordnet:<\/p>\n<ul>\n<li>Maskiert: Fehler hatte keinen Einfluss auf die Programmausf\u00fchrung<\/li>\n<li>Erkannt:\n<ul>\n<li>Codierung: Fehler wurde durch die Codierung erkannt<\/li>\n<li>Trap: Fehler l\u00f6ste eine Hardwareausnahme aus<\/li>\n<li>OS:\u00a0 Fehler wurde durch das Betriebssystem erkannt<\/li>\n<li>Kein Ergebnis (KE): Fehler wurde erkannt, jedoch konnte kein eindeutiges Ergebnis ermittelt werden<\/li>\n<li>Unerkannter Datenfehler (UD): Fehler wurde nicht erkannt<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wie aus den Ergebnissen in Tabelle 2 zu sehen ist f\u00fchren die injizierten Fehler beim uncodierten Mehrheitsentscheid zu einer nicht unerheblichen Anzahl von unerkannten Datenfehler. Bei der Injektion von Datenfehler werden 12% der urspr\u00fcnglich injizierten Fehler nicht erkannt. Ann\u00e4hernd \u00e4hnliches Verhalten ergibt sich bei der Injektion von Kontrollflussfehlern. Hier werden ca. 13% der Fehler nicht erkannt. Im Gegensatz dazu treten bei der codierten Variante keine unerkannten Datenfehler auf.<\/p>\n<p>Tabelle 2 (s.\u00a0<a title=\"Fachinfo_ESE_formus3ic_las3_mottok\" href=\"https:\/\/www.microconsult.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/fachinfo_ese_formus3ic_las3_mottok.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">PDF<\/a>) &#8211; Ergebnisse der Fault Injection (Daten- und Kontrollflussfehler) &#8211; Vergleich uncodierter und codierter Mehrheitsentscheid<\/p>\n<p>Der aktuell untersuchte Prototyp verf\u00fcgt \u00fcber umfassende Fehlererkennungsmechanismen, die selbst den Ausfall eines kompletten Kerns erkennen sollten. Es herrschen jedoch Einschr\u00e4nkungen vor, die einer universell einsetzbaren Softwarel\u00f6sung zur Erkennung von Fehlzust\u00e4nden noch nicht vollumfassend gerecht werden.<\/p>\n<p>Bisher ist der Prototyp auf die Verarbeitung von ganzzahligen Werten im Mehrheitsentscheid beschr\u00e4nkt, da sich die Einbindung von Gleitkommazahlen in die aktuelle Absicherung des Mehrheitsentscheiders nicht trivial gestaltet. Zwar werden w\u00e4hrend der Ausf\u00fchrung der Tasks keine codierten Zahlen eingesetzt, so basiert jedoch die Absicherung des Mehrheitsentscheiders auf kombinatorischen Vergleichen codierter Variablen und Parametern sowie Signaturen. Folglich bedarf es einer Erweiterung zur Einbindung von Gleitkommazahlen in die bestehenden Absicherungsmechanismen.<\/p>\n<p>Neben der Erweiterung um Gleitkommazahlen soll ebenso der Maskierungsprozess an Variabilit\u00e4t gewinnen. Derzeit ist nur eine vergleichsweise starre Mehrheitsentscheidung m\u00f6glich. Dies wiederum setzt Anforderungen an die Eingabedaten, so m\u00fcssen diese bei Korrektheit identische Werte aufweisen. Diese Annahme d\u00fcrfte in der Praxis, insbesondere unter Verwendung von diversit\u00e4r redundanten Sensoren, schwer zu bewerkstelligen sein, da beispielsweise eine Varianz bei der Sensorcharakteristik anzunehmen ist.<\/p>\n<p>Um diese Variabilit\u00e4t zu ber\u00fccksichtigen wird der Maskierungsprozess aktuell weiterentwickelt. So werden verschiedene Maskierungsalgorithmen eingesetzt, die nicht nur auf Basis absoluter Werte eine valide Entscheidung treffen und unterschiedliche Toleranzen bez\u00fcglich der Eingabedaten ber\u00fccksichtigen. Die Konfigurationsoptionen sollen die M\u00f6glichkeit bieten den Mehrheitsentscheid an die zugeh\u00f6rige Applikation und deren Umgebungsbedingungen anzupassen, um so ein breites Spektrum von theoretischen Einsatzorten abzudecken.<\/p>\n<h3>3-2 Fault-Injection Plattform f\u00fcr Multi-Core Systeme<\/h3>\n<p>Ein wichtiger Schritt im Entwicklungszyklus von zuverl\u00e4ssigen Systemen ist die Validierung ihrer Eigenschaften in Gegenwart von zuf\u00e4lligen permanenten oder transienten Hardwarefehlern. Die Sicherheitsrichtlinien f\u00fcr Entwurf, Entwicklung, Verifikation und Validierung von sicherheitskritischen Automobilsystemen (z.B. ISO 26262) nennen Fault Injection als geeignetes Mittel zur Validierung der korrekten und effektiven Umsetzung von funktionalen und technischen Sicherheitsmechanismen.<\/p>\n<p>Aktuell \u00f6ffentlich zug\u00e4ngliche Fault Injection Plattformen konnten unter anderem aufgrund folgender Einschr\u00e4nkungen nicht eingesetzt werden:<\/p>\n<ul>\n<li>Fehlende Anbindung f\u00fcr Infineon TriCore oder ARM Systeme<\/li>\n<li>Fehlende Mechanismen zur Reduktion des Fehlerraums und somit der Experimentdauer<\/li>\n<li>Hohe Experimentlaufzeiten aufgrund der Nutzung von JTAG Debuggern mit begrenztem Funktionsumfang und Performanz<\/li>\n<li>Notwendigkeit der Anpassung von Entwicklungswerkzeugen der Industriepartner aufgrund der Nutzung von z.B. LLVM<\/li>\n<li>\u00a0Fehlende M\u00f6glichkeit zur Injektion auf realer Hardware (simulative Ans\u00e4tze)<\/li>\n<li>Notwendigkeit der Quellcodemanipulation (sog. Fault Seeding)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Aufgrund dieser Einschr\u00e4nkungen wurde der Entschluss gefasst, eine eigenst\u00e4ndige Plattform f\u00fcr die Injektion von permanenten und transienten Hardwarefehlern auf Multicore-Systemen zu entwickeln. Das entwickelte PyFI (Python-based Fault Injection) Backend erlaubt es &#8211; durch Nutzung der API des iSystem iC5000 On-Chip Analyzers &#8211; zur Laufzeit permanente und transiente Fehler auf Befehlssatzebene (Daten\/Instruktionen) zu injizieren und so die gew\u00fcnschten Fehlersymptome (Daten-\/Kontrollflussfehler) auf Anwendungsebene zu erzeugen.<\/p>\n<p>Abbildung 3 (s.\u00a0<a title=\"Fachinfo_ESE_formus3ic_las3_mottok\" href=\"https:\/\/www.microconsult.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/fachinfo_ese_formus3ic_las3_mottok.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">PDF<\/a>) &#8211; Phasen und Module der Fault Injection [32]<\/p>\n<p>PyFI erweitert die von Hsueh et al. [33] vorgeschlagene Fault Injection Architektur und gliedert die Experimentausf\u00fchrung in drei Phasen: Pre-Injection Analysis, Fault Injection Campaign und Post-Injection Analysis.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Pre-Injection Phase wird die Anwendung sowohl einer statischen (disassembliertes ELF File) als auch dynamischen Analyse (Laufzeitverhalten) unterzogen und in Abh\u00e4ngigkeit der Experimentkonfiguration eine Datenbank mit zu injizierenden Fehlern erstellt. Durch die anschlie\u00dfende Reduktion des Fehlerraums kann bereits vorab die Experimentlaufzeit erheblich verk\u00fcrzt werden, indem z.B. alle Fehlerstellen entfernt werden, bei denen es sich um Register handelt, deren Inhalt bei jeder Instruktionsausf\u00fchrung \u00fcberschrieben werden (Inject-on-Read). W\u00e4hrend der Kampagne (Fault Injection Campaign) werden die zuvor generierten Fehlerstellen abgearbeitet und das Systemverhalten (Traps, Timeout) und der Systemzustand durch Nutzung des On-Chip Analyzers aufgezeichnet. In der Post-Injection Analyse werden abschlie\u00dfend die Experimentaufzeichnungen auswertet und die gew\u00fcnschten Metriken errechnet.<\/p>\n<h2>4 Zusammenfassung und Ausblick<\/h2>\n<p>Die Wirkung der technischen Teilprojekte (TP2, \u2026, TP6) in der Gesamtperspektive FORMUS\u00b3IC l\u00e4sst sich durch folgende Ergebnisse beschreiben:<\/p>\n<p><strong>Angepasste Austauschformate (TP2) \u2013 Beitrag zu Entwicklungsprozess<\/strong><\/p>\n<p>Angepasste Austauschformate (AUTOSAR, EAST-ADL) f\u00fcr heterogene Multi- und Many-Core-Systeme\u2212wie im Rahmen von FORMUS\u00b3IC Teilprojekt 2 angestrebt\u2212erm\u00f6glichen effiziente toolbasierte Gesch\u00e4ftsprozesse bei der Entwicklung von Mehrkernarchitekturen f\u00fcr OEMs und Zulieferer; dies f\u00fchrt zu kosteng\u00fcnstigen Systemen. Durch die Unterst\u00fctzung von Beschreibung von Parallelit\u00e4t entstehen zudem Guidelines f\u00fcr die Praxis, welche eine Effizienzsteigerung in der Entwicklung zur Folge haben und gleichzeitig bessere Wartbarkeit und Wiederverwendbarkeit erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p><strong>Erg\u00e4nzungen zu AUTOSAR Standard (TP2) \u2013 Beitrag zu Entwicklungsprozess und Architektur<\/strong><\/p>\n<p>Verschiedene Erg\u00e4nzungen zum AUTOSAR Standard wurden entwickelt, da AUTOSAR im klassischen AUTOSAR statische Priorit\u00e4tenvergabe erfolgt. Exemplarisch stellt Gang-Scheduling eine Erweiterung dar.<\/p>\n<p><strong>Gang Scheduling mit effizientem Taskmanagement (TP2) \u2013 Beitrag zur Echtzeitarchitektur<\/strong><\/p>\n<p>Das Schedulingkonzept wurde daher auf Basis einer, f\u00fcr Gangscheduling adaptierten, Implementierung f\u00fcr Global EDF erweitert. Diese Erweiterung erm\u00f6glicht eine gute Skalierbarkeit f\u00fcr globales Scheduling. Die Wiederverwendung dieses Konzepts ist m\u00f6glich.<\/p>\n<p><strong>Erh\u00f6hung der Informationssicherheit (TP2) \u2013 Beitrag zur Verl\u00e4sslichkeit<\/strong><\/p>\n<p>Die RES Bibliothek wurde entwickelt. Eine Schwachstellenanalyse und H\u00e4rtung erfolgte. Die Wiederverwendung des entwickelten Konzepts der Informationssicherheit ist m\u00f6glich.<\/p>\n<p><strong>Hoher Automotive Security Integrity Level (ASIL) mit Sicherheitskonzept (TP3) \u2013 Beitrag zur Architektur<\/strong><\/p>\n<p>Fehlerredundanzkonzept f\u00fcr Anwendungen im Bereich Antriebsstrang, Verbrennungsmotor-steuerung, Getriebesteuerung und Dom\u00e4nencontroller f\u00fcr h\u00f6chste Echtzeitanforderungen an die Applikationssoftware (maximale Reaktionszeit) erstellt. Dabei werden eine effiziente Fehlererkennung sowie Fehlerbehebung realisiert.<\/p>\n<p><strong>Neue Fault-Injection Konzepte f\u00fcr Mikrocontroller (TP3) \u2013 Beitrag zur Hardwareprodukt<\/strong><\/p>\n<p>Beitrag zu neuer Fault Injection Plattform bei Infineon.<\/p>\n<p><strong>Weiterentwicklung des ADAS Frameworks\u00a0 XKLAF (TP4)<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr die Entwicklung von ADAS Software bietet der industrielle Projektpartner XKRUG die XKLAF Rapid-Prototyping Plattform als virtuelles Steuerger\u00e4t auf Basis von x86 oder ARM f\u00fcr den Fahrzeugeinsatz unter AUTOSAR an, auf dem die Software Komponenten (SWC) f\u00fcr das sp\u00e4tere Seriensteuerger\u00e4t entwickelt werden.<\/p>\n<p>Die Erkenntnisse des Projekts werden direkt in die Produktentwicklung von XKLAF f\u00fcr k\u00fcnftige universelle Steuerger\u00e4te einflie\u00dfen und erm\u00f6glichen den OEMs und TIER1s, die Funktionsentwicklung bereits in Versuchsfahrzeugen einzubauen und in Echtzeit zu evaluieren.<\/p>\n<p><strong>Neue Entwicklungswerkzeuge f\u00fcr Halbleiterhersteller (TP4) \u2013 Beitrag zur Toolkette<\/strong><\/p>\n<p>Die Ergebnisse des Teilprojektes haben auch entscheidenden Einfluss f\u00fcr den Partner Infineon f\u00fcr die zuk\u00fcnftige Bereitstellung von Werkzeugen f\u00fcr die SW-Entwicklung mit dem Mikrokontroller AURIX. So wurde hinsichtlich der Einsatzf\u00e4higkeit der Modelle f\u00fcr den AURIX und den Beschleunigerkern SPU unter Platform Architect eine detaillierte Untersuchung in Form von Stresstests mit Signal-intensiven Algorithmen vorgenommen.<\/p>\n<p><strong>Neue Sensorfusionsalgorithmen (TP4) \u2013 Beitrag zu verl\u00e4sslichen Algorithmen<\/strong><\/p>\n<p>Neu entwickelte Sensor-Fusions-Algorithmen f\u00fcr Personendetektion aus Kameradaten und Signalvorverarbeitung haben wichtige Erkenntnisse f\u00fcr zuk\u00fcnftige Einsatzgebiete des AURIX in ADAS-Applikationen aufgezeigt. Dies betrifft u.a. die effiziente Umsetzung eines Kalman-Filters und einer speicheroptimierten Variante des DBSCAN-Verfahrens auf einem TriCore-Kern.<\/p>\n<p><strong>Verfahren der Timinganalyse von ARM- und GPU-Architekturen (TP4) \u2013 Beitrag zur Laufzeitanalyse<\/strong><\/p>\n<p>Mit Hilfe eines von der FAU f\u00fcr TA bereit gestellten Beispielcodes zur Radarsignal-verarbeitung und zur Verarbeitung optischer Kameradaten wurden belastbare Aussagen \u00fcber die Laufzeit f\u00fcr ARM- und GPU-Architekturen mit Hilfe von Messungen auf dem Nvidia Drive PX 2 Entwicklungsboard ermittelt.<\/p>\n<p><strong>Supercore-Pattern und Task-Parallelit\u00e4t (TP5) \u2013 Beitrag zur Architektur paralleler heteorgener Plattformen<\/strong><\/p>\n<p>Die gefundenen Architekturkonzepte f\u00fcr Multicore-Prozessoren, GPU und FPGA sind f\u00fcr Audi und Continental von gro\u00dfer Bedeutung und helfen bei der Weiterentwicklung der Software-Architekturen f\u00fcr zuk\u00fcnftige Plattformen.<\/p>\n<p><strong>Redundanzarchitektur mit hoher Zuverl\u00e4ssigkeit f\u00fcr autonome Lufttaxis (TP6) \u2013 Beitrag zur Architektur f\u00fcr kleine, autonom agierende Flugzeuge<\/strong><\/p>\n<p>Bereitstellung einer zuverl\u00e4ssigen Redundanzarchitektur, die ausschlie\u00dflich mit verf\u00fcgbarer onboard-Peripherie realisiert wird. Hierbei entf\u00e4llt die Zusatzhardware in Form von ASICs oder FPGAs, welche \u00fcblicherweise f\u00fcr die Implementierung der Redundanzfunktionalit\u00e4t verwendet wird. Dies bringt neben den verringerten Produktkosten f\u00fcr die zu entwickelnde Hardware auch Platz-, Leistungs- und Gewichtsersparnisse.<\/p>\n<p><strong>Quadruplex-Architektur als Referenz (TP6) \u2013 Beitrag zu Fail-Operational Architekturen<\/strong><\/p>\n<p>Die Wiederverwendung einer kosteng\u00fcnstigen Realisierung von Triplex- bzw. Quadruplex-Systemen f\u00fcr Automotive und Transportation Systemen wird m\u00f6glich.<\/p>\n<h3>Website des Forschungsprojektes FORMUS\u00b3IC<\/h3>\n<p><a href=\"https:\/\/formus3ic.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/formus3ic.de\/<\/a><\/p>\n<h3>Danksagung<\/h3>\n<p>Diese Publikation hat die Bayerische Forschungsstiftung unterst\u00fctzt, Verbundvorhaben FORMUS3IC \u201dMulti-Core safe and softwareintensive Systems Improvement Community\u201d, F\u00f6rderkennzeichen AZ-1165-15.<\/p>\n<h2>Referenzen<\/h2>\n<p>[1]\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Electronic Architecture and Software Technology \u2013 Architecture Description Language, EAST-ADL Association, https:\/\/www.east-adl.info, 2015.<\/p>\n<p>[2]\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 P. Cuenot, P. Frey, R. Johansson, H. L\u00f6nn, Yiannis Papadopoulos, M.-O. Reiser, A. Sandberg, D. Servat, R. Tavakoli Kolagari, M. T\u00f6rngren, M. Weber. The EAST-ADL Architecture Description Language for Automotive Embedded Software, Model-Based Engineering of Embedded Real-Time Systems, Springer Berlin Heidelberg, 2010.<\/p>\n<p>[3]\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 EAST-EAA partners, EAST-EEA \u2013 Electronic Architecture and Software Technology \u2013 Embedded Electronic Architecture, https:\/\/itea3.org\/project\/east-eea.html, 2015.<\/p>\n<p>[4]\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 ATESST consortium, Advanced Traffic Efficiency and Safety through Software Technology, https:\/\/www.atesst.org, 2015.<\/p>\n<p>[5]\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 MAENAD consortium, Model-based Analysis &amp; Engineering of Novel Architectures for Dependable Electric Vehicles, https:\/\/www.maenad.eu, 2015.<\/p>\n<p>[6]\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 R. Rajkumar, Real-Time Synchronization Protocols for Shared Memory Multiproces-sors, IEEE, 1990.<\/p>\n<p>[7]\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 A. Block, H. Leontyev, B. B. Brandenburg, J. H. Anderson, A Flexible Real-Time Locking Protocol for Multiprocessors, IEEE, 2007.<\/p>\n<p>[8]\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 B. B. Brandenburg, J. H. Anderson, The OMLP Family of Optimal Multiprocessor Re-al-Time Locking Protocols, Springer, 2013.<\/p>\n<p>[9]\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 B. C. Ward, J. H. Anderson, Supporting Nested Locking in Multiprocessor Real-Time Systems, IEEE, 2012.<\/p>\n<p>[10]\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 M. Alfranseder, M. Deubzer, B. Justus, J. Mottok, C. Siemers, An Efficient Spin-Lock Based Multi-Core Resource Sharing Protocol, IEEE, 2014.<\/p>\n<p>[11]\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 M. Alfranseder, M. Mucha, S. Schmidhuber, A. Sailer, M. Niemetz, J. Mottok, A Modified Synchronization Model for Dead-Lock Free Concurrent Execution of Strongly In-teracting Task Sets in Embedded Systems, IEEE, 2013.<\/p>\n<p>[12]\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 A. Wieder, B. B. Brandenburg, On Spin Locks in AUTOSAR: Blocking Analysis of FIFO, Unordered, and Priority-Ordered Spin Locks, IEEE, 2013.<\/p>\n<p>[13]\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 A. Barros, L. M. Pinho, P. M. Yomsi, Non-preemptive and SRP-based fully-preemptive scheduling of real-time Software Transactional Memory, Elsevier, 2015.<\/p>\n<p>[14]\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 R. Eikenberg. Hacker steuern Jeep Cherokee fern, Heise Security, https:\/\/heise.de\/-2756331, 2015.<\/p>\n<p>[15]\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 T. Hunt. Controlling vehicle features of Nissan LEAFs across the globe via vulnerable APIs, https:\/\/www.troyhunt.com\/2016\/02\/controlling-vehicle-features-of-nissan.html, 2016.<\/p>\n<p>[16]\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 D. Spaar. Auto, \u00f6ffne dich! Sicherheitsl\u00fccken bei BMWs ConnectedDrive, Heise c&#8217;t 05\/2015, S. 86, https:\/\/heise.de\/-2536384, 2015.<\/p>\n<p>[17]\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 E. J. Markey. Tracking &amp; Hacking: Security &amp; Privacy Gaps Put American Drivers at Risk, https:\/\/www.markey.senate.gov\/imo\/media\/doc\/2015-02-06_MarkeyReport-Tracking_Hacking_CarSecurity%202.pdf, 2015.<\/p>\n<p>[18] \u00a0\u00a0\u00a0 P. Raab, S. Kraemer, J. Mottok, H. Meier, S. Racek. Safe software processing by concurrent execution in a real-time operating system. In\u00a0Proceedings of 16th International Conference on Applied Electronics, pages 315 &#8211; 319, September 2011.<\/p>\n<p>[19] \u00a0\u00a0\u00a0 ISO26262: Road Vehicles \u2013 Functional safety, International Organization for Standardization, 2011<\/p>\n<p>[20]\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 J. Braun, D. Geyer, and J. Mottok. Alternative measure for safety related soft-ware. ATZelektronik, 04\/2012:40-43, August 2012. ISSN 1862-1791.<\/p>\n<p>[21]\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 J. Braun, J. Mottok, C. Miedl, D. Geyer, and M. Minas. Increasing the reliability of single and multicore systems with software rejuvenation and coded processing. In Proceedings of the Automotive Safety &amp; Security 2012 Sicherheit und Zuverl\u00e4ssigkeit f\u00fcr automobile Informationstechnik in Karlsruhe, ISBN 978-3-88579-604-6, pages 163-178, November 2012.<\/p>\n<p>[22]\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 J. Braun, J. Mottok, C. Miedl, D. Geyer, and M. Minas. Capability of single hardware channel for automotive safety applications according to ISO 26262. In Proceedings of the 17th IEEE International Conference on Applied Electronics 2012 (AE2012) in Pilsen, ISBN 978-80-261-0038-6, pages 41-45, September 2012.<\/p>\n<p>[23]\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 M. Suesskraut, U. Schiffel, A. Schmitt, C. Fetzer. White paper: Encoding Compiler and Encoded Processing. 2011.<\/p>\n<p>[24]\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u201eTiobe,\u201c [Online]. Available: https:\/\/www.tiobe.com\/tiobe_index. [Zugriff am 09 05 2016].<\/p>\n<p>[25]\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Codeplay: Wong, Michael, \u201eTowards Massive Parallelism for C++ and OpenMP (aka Heterogeneous device\/Accelerator\/GPGPU\/FPGA): the future of Parallel Programming Models,\u201c in ARCS 2016, N\u00fcrnberg, 2016.<\/p>\n<p>[26]\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 B. Stroustrup und Langenau, Frank, Eine Tour durch C++, Carl Hanser Verlag, 2015.<\/p>\n<p>[27]\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 BRITXE, Dominique ; TRAVERSE, Pascal: Airbus A320\/A330\/A340 Electrical Flight Controls &#8211; A Family Of Fault-tolerant Systems (1993).<\/p>\n<p>[28]\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 MOIR ; IAN ; SEABRIDGE ; ALLAN ; JUKES ; MALCOLM: CIVIL AVIONICS SYSTEMS. Second Edition, 2013.<\/p>\n<p>[29]\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Y. C. (BOB) YEH: Triple-Triple Redundant 777 Primary Fight Computer. In: Aerospace Applications Conference, 1996. Proceedings., 1996 IEEE 02\/1996 (1996).<\/p>\n<p>[30] \u00a0\u00a0\u00a0 U. Schiffel, \u201eHardware error detection using AN-codes\u201d, 2010.<\/p>\n<p>[31]\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 T. L. R. M. J. M. Lukas Osinski, \u201eChallenges and Opportunities with Embedded Multicore Platforms,\u201c ERTS, 2018.<\/p>\n<p>[32] \u00a0\u00a0\u00a0 T. L. M. S. J. M. Lukas Osinski, \u201ePyFI &#8211; Fault Injection Platform for Real Hardware,\u201c ARCS Workshop 2018, 2018.<\/p>\n<p>[33] \u00a0\u00a0\u00a0 M. T. T. I. R. Hsueh, Fault Injection Techniques and Tools, Computer, Vol. 40, 1997.<\/p>\n<h2>Autoren<\/h2>\n<p><strong>Lukas Osinski\u00a0M.Sc.\u00a0<\/strong>(lukas.osinski@oth-regensburg.de) promoviert im Bereich Funktionale Sicherheit f\u00fcr Multi- und Manycore-Systeme im Rahmen des FORMUS\u00b3IC-Projektes am Laboratory for Safe and Secure Systems (LaS\u00b3) der OTH Regensburg. Er besch\u00e4ftigt sich dabei insbesondere mit Software-Verfahren f\u00fcr fehlertolerante Systeme.<\/p>\n<p><strong>ZD.B<sup>1<\/sup>-Forschungs-Professor Dr. J\u00fcrgen Mottok<\/strong>\u00a0(juergen.mottok@oth-regensburg.de), Projektleiter, lehrt Informatik an der OTH Regensburg. Seine Lehrgebiete sind Software Engineering, Programmiersprachen, Echtzeitsysteme, Functional Safety und IT-Security. Er leitet wissenschaftlich das Laboratory for Safe and Secure Systems (LaS\u00b3, https:\/\/www.las3.de) in Regensburg, ist zweiter stellvertretender Vorsitzender des Bavarian Cluster of IT-Security and Safety, Beirat des Automotive Forum Sicherheit Software Systeme, Beirat des ASQF Safety, Mitglied des Leitungsgremiums der Regionalgruppe Ostbayern der Gesellschaft f\u00fcr Informatik, Organisator des Fachdidaktik-Arbeitskreises Software Engineering der Bayerischen Hochschulen, Vorsitzender des Lehren von Software Engineering e.V. (LeSE e.V.) und Projektleiter der mit kooperativen Promotionsverfahren ausgestatteten Forschungsprojekte VitaS\u00b3, PetS\u00b3, PeCall, S\u00b3OP, S\u00b3EMO, AMALTHEA, AMALTHEA4public, ES\u00b3M, FORMUS\u00b3IC, ZeloS\u00b3, FraLa, S\u00b3CORE und EVELIN. Prof. Dr. J\u00fcrgen Mottok ist in Programmkomitees zahlreicher wissenschaftlicher Konferenzen vertreten. Er ist Tr\u00e4ger des\u00a0<em>Preises f\u00fcr herausragende Lehre<\/em>, der vom Bayerischen Staatsministerium f\u00fcr Wissenschaft, Forschung und Kunst im Jahr 2010 vergeben wurde. Am 04.12.2015 wurde Prof. Dr. J\u00fcrgen Mottok der &#8222;<em>Preis f\u00fcr besondere Leistungen bei der Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft<\/em>&#8220; verliehen.<\/p>\n<p><sup>1<\/sup>Zentrum Digitalisierung.Bayern (ZD.B) Seybothstrasse 2, 93053 Regensburg<\/p>\n<p><a title=\"Fachinfo_ESE_formus3ic_las3_mottok\" href=\"https:\/\/www.microconsult.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/fachinfo_ese_formus3ic_las3_mottok.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong><br \/>\nBeitrag als PDF downloaden<\/strong><\/a><\/p>\n<hr \/>\n<h2>Multicore &#8211; unsere Trainings &amp; Coachings<\/h2>\n<p><strong>Wollen Sie sich auf den aktuellen Stand der Technik bringen?<\/strong><\/p>\n<p>Dann informieren Sie sich\u00a0<a title=\"Trainings und Termine - Mikrocontroller\" href=\"https:\/\/www.microconsult.de\/alle-trainings-termine-komplettuebersicht\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>hier<\/strong>\u00a0<\/a>zu Schulungen\/ Seminaren\/ Trainings\/ Workshops und individuellen Coachings von MircoConsult zum Thema Multicore \/Mikrocontroller.<\/p>\n<p><strong>Training &amp; Coaching zu den weiteren Themen unseren Portfolios finden Sie\u00a0<a title=\"Training &amp; Beratung - alle Themen\" href=\"https:\/\/www.microconsult.de\/training-beratung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a>.<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<h2>Multicore &#8211; Fachwissen<\/h2>\n<p>Wertvolles Fachwissen zum Thema Multicore \/Mikrocontroller steht\u00a0<strong><a title=\"Multicore Fachwissen\" href=\"https:\/\/www.microconsult.de\/embedded-multicore\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier\u00a0<\/a><\/strong>f\u00fcr Sie zum kostenfreien Download bereit.<\/p>\n<p><a title=\"Multicore Fachwissen\" href=\"https:\/\/www.microconsult.de\/embedded-multicore\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Zu den Fachinformationen<\/strong><\/a><\/p>\n<p><strong>Fachwissen zu weiteren Themen unseren Portfolios finden Sie <a title=\"Fachinformationen\" href=\"https:\/\/www.microconsult.de\/fachwissen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a>.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vom Stand der Technik zu neuen Entwicklungen Autoren: Lukas Osinski, J\u00fcrgen Mottok,\u00a0 Laboratory for Safe and Secure Systems (LaS\u00b3), Zentrum Digitalisierung.Bayern (ZD.B) Beitrag &#8211; Embedded Software Engineering Kongress 2018 Im Forschungsvorhaben Multi-Core Safe and Software-intensive Systems Improvement Community wurden durch einen ganzheitlichen Ansatz die durch heterogene Multi-\/Many-Core Architekturen entstehenden Herausforderungen f\u00fcr Automotive und Avionics gel\u00f6st. 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