{"id":7692,"date":"2025-11-28T21:57:35","date_gmt":"2025-11-28T20:57:35","guid":{"rendered":"https:\/\/web-dev-weissblau.de\/microconsult\/?p=7692"},"modified":"2026-02-14T06:10:28","modified_gmt":"2026-02-14T05:10:28","slug":"drug-chain-analysis-for-autosar-adaptive-classic-mixtures","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.microconsult.de\/en\/wirkketten-analyse-fuer-autosar-adaptive-classic-mischungen\/","title":{"rendered":"Drug chain analysis for AUTOSAR adaptive\/classic mixtures"},"content":{"rendered":"<div class=\"contentTeaser\">\n<h2>Auch Du bist Teil einer Wirkkette!<\/h2>\n<\/div>\n<aside><\/aside>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"center\">Autoren: Olaf Schmidt, Dr. Ralf M\u00fcnzenberger, Philip Rehkop, INCHRON GmbH; Armin Stingl, iSYSTEM GmbH; Michael Rei\u00df, Elektrobit GmbH<\/p>\n<h3>Beitrag &#8211; Embedded Software Engineering Kongress 2018<\/h3>\n<p><strong>F\u00fcr hoch automatisiertes und autonomes Fahren wird eine hohe Rechenleistung ben\u00f6tigt, so dass High Performance Controller, die auf der AUTOSAR Adaptive Platform basieren, mit Steuerger\u00e4ten, die auf der AUTOSAR Classic Plattform basieren, integriert werden m\u00fcssen. Dabei ist es wichtig, von Anfang an im Projekt Ende-zu-Ende-Wirkketten, die sich \u00fcber alle Steuerger\u00e4te erstecken, zu designen und zu testen. Dieser Beitrag zeigt umfassend die Symbiose aus AUTOSAR Classic und Adaptive Plattformen, aus statischer und dynamischer Architektur und aus Simulation und Messung am Target. Er entstand aus einer Kooperation der Firmen Elektrobit, iSYSTEM und INCHRON.<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<h2>Motivation<\/h2>\n<p>Die Anforderungen an die E\/E-Architektur im Fahrzeug haben sich durch die derzeitigen Trends, wie z.B. das automatisierte Fahren oder die Elektromobilit\u00e4t, ver\u00e4ndert. Vor allem das automatisierte Fahren verlangt immer leistungsf\u00e4higere Steuerger\u00e4te (electronic control unit \u2013 ECU), welche die Informationen aus den verschiedenen Eingangsquellen z.B. zur Berechnung einer automatisierten Fahrreaktion nutzen. Das berechnete Umfeldmodell des Fahrzeugs soll au\u00dferdem von anderen Fahrfunktionen genutzt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die genannten Anforderungen k\u00f6nnen in einer klassischen E\/E-Domainarchitektur nur schwer umgesetzt werden. Stattdessen wird auf eine zentralisierte E\/E-Architektur gesetzt, in der die verschiedenen smarten Sensoren, Aktuatoren und weiteren ECUs im Fahrzeug mit nur wenigen, aber sehr leistungsf\u00e4higen Steuerger\u00e4ten (high-performance controller) verbunden sind. Dies gew\u00e4hrleistet eine hohe Flexibilit\u00e4t und erlaubt, dass Fahrzeugfunktionen dynamisch auf den leistungsf\u00e4higen Steuerger\u00e4ten verteilt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Siehe Abbildung 1: Domain Architektur und Abbildung 2: Zentralisierte Architektur (<a title=\"Fachinfo_ESE_autosar_inchron_schmidt\" href=\"https:\/\/www.microconsult.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/fachinfo_ese_autosar_inchron_schmidt.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">PDF<\/a>)<\/p>\n<p>Bei einer zentralisierten E\/E-Architektur im Fahrzeug wird es eine gro\u00dfe Anzahl von Wirkketten zw. High Performance Controllern und den &#8222;klassischen&#8220; Steuerger\u00e4ten geben. Die Gesamtfunktionalit\u00e4t ergibt sich aus dem Zusammenspiel beider Plattformen. Dabei m\u00fcssen die Echtzeitanforderungen an das Gesamtsystem und Wirkketten entlang der Datenfl\u00fcsse vom Sensor bis zum Aktuator ber\u00fccksichtigt werden, inkl. serviceorientierter<a id=\"_anchor_1\" href=\"https:\/\/www.microconsult.de\/2195-0-Wirkketten-Analyse-fuer-AUTOSAR-adaptiveclassic-Mischungen---ESE-2018.html#_msocom_1\" name=\"_msoanchor_1\"><\/a>\u00a0<a id=\"_anchor_1\" href=\"https:\/\/www.microconsult.de\/2195-0-Wirkketten-Analyse-fuer-AUTOSAR-adaptiveclassic-Mischungen---ESE-2018.html#_msocom_1\" name=\"_msoanchor_1\"><\/a>Kommunikation.<\/p>\n<p>Eine Simulation wird zur Absicherung des Timingverhaltens der Komponenten entlang der Wirkketten eingesetzt. Datenfluss-Wirkketten repr\u00e4sentieren dabei Daten, die entlang einer Prozesskette betrachtet werden. Diese haben neben dem Inhalt auch oft zeitliche Anforderungen wie Latenz, Prozessreihenfolge und Datenalter.<\/p>\n<p>Im Zuge der Implementierung werden Traces im laufenden Steuerger\u00e4t aufgenommen. Die Timing-Anforderungen werden in der Simulation und den Traces (Implementierung) gepr\u00fcft. So k\u00f6nnen Anforderungen fr\u00fchzeitig designed und gepr\u00fcft werden und sp\u00e4ter die Implementierung verifiziert werden.<\/p>\n<p>Dieses Paper beschreibt den Ablauf anhand eines Beispiels, bei dem ein Sensor auf einer ECU mit Classic Plattform implementiert ist und \u00fcber Ethernet eine Verbindung zur einer ECU mit Adaptive Plattform hergestellt wird. Die Wirkketten werden vorab entworfen, simuliert und getestet und dann die Anforderungen mit der Implementierung nochmal getestet. Dieses Zusammenspiel erfordert neue Tools und Integrationen auf Seite der Steuerger\u00e4tesoftware, Tracing Tools und Simulation &amp; Analyse. In der Zusammenarbeit von Elektrobit, iSYSTEM und INCHRON ist eine integrierte L\u00f6sung f\u00fcr Kunden entstanden, die die Classic und Adaptive Plattformen \u00fcberspannen.<\/p>\n<h2>AUTOSAR Classic vs. Adaptive Plattform<\/h2>\n<p>Die Steuerger\u00e4tearchitektur basierte bisher haupts\u00e4chlich auf der AUTOSAR Classic Plattform. Die AUTOSAR Classic Plattform nutzt ein statisches Betriebssystem, welches auf dem OSEK-Betriebssystem (Offene Systeme und deren Schnittstellen f\u00fcr die Elektronik im Kraftfahrzeug) basiert und von AUTOSAR um einige Funktionalit\u00e4ten erweitert wurde. Einerseits ist ein solch statischer Ansatz sehr hilfreich f\u00fcr die Entwicklung sicherheitskritischer Funktionalit\u00e4ten bzw. ausreichend f\u00fcr smarte Sensor-\/Aktuator-Steuerger\u00e4te, andererseits ist die gew\u00fcnschte Flexibilit\u00e4t damit nicht zu erreichen. Aus diesem Grund wurde die AUTOSAR Classic Plattform um die AUTOSAR Adaptive Plattform erg\u00e4nzt. Im Unterschied zur Classic Plattform spezifiziert AUTOSAR in der Adaptive Plattform kein eigenes Betriebssystem. Stattdessen wird die Verwendung eines POSIX-Betriebssystems (POSIX Profile PSE51) gefordert. Somit steht auch Linux, welches im Automotive-Bereich z.B. bei Infotainment-Systemen bereits eingesetzt wird, als Betriebssystem f\u00fcr die Adaptive Plattform zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>Zusammenfassend l\u00e4sst sich aus den verschiedenen Anforderungen schlussfolgern, dass in einer zentralisierten E\/E-Architektur beide AUTOSAR-Plattformen eingesetzt werden. Somit stellt sich nat\u00fcrlich die Frage, in welcher Art und Weise die Daten zwischen der Classic und der Adaptive Plattform ausgetauscht werden k\u00f6nnen. Sowohl die Classic als auch die Adaptive Plattform unterst\u00fctzen das Prinzip der serviceorientierten<a id=\"_anchor_2\" href=\"https:\/\/www.microconsult.de\/2195-0-Wirkketten-Analyse-fuer-AUTOSAR-adaptiveclassic-Mischungen---ESE-2018.html#_msocom_2\" name=\"_msoanchor_2\"><\/a>\u00a0<a id=\"_anchor_2\" href=\"https:\/\/www.microconsult.de\/2195-0-Wirkketten-Analyse-fuer-AUTOSAR-adaptiveclassic-Mischungen---ESE-2018.html#_msocom_2\" name=\"_msoanchor_2\"><\/a>Kommunikation \u00fcber Ethernet und l\u00f6sen damit die bisherige signalbasierte Kommunikation ab, die auf den Automotive-Kommunikationsbussen CAN, LIN und FlexRay genutzt wird. Die Daten zwischen Steuerger\u00e4ten werden nur noch dann ausgetauscht, wenn die von einem Steuerger\u00e4t angebotenen Services von anderen Steuerger\u00e4ten ben\u00f6tigt und konsumiert werden. Als Protokoll kommt hierbei SOME\/IP (Scalable service-Oriented MiddlewarE over IP) zum Einsatz.<\/p>\n<h2>Demonstrationsprojekt<\/h2>\n<p>Das von Elektrobit, INCHRON und iSYSTEM aufgesetzte Demonstrationsprojekt soll diesen Aspekten Rechnung tragen.<\/p>\n<p>Siehe Abbildung 3:Demonstrationsprojekt (<a title=\"Fachinfo_ESE_autosar_inchron_schmidt\" href=\"https:\/\/www.microconsult.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/fachinfo_ese_autosar_inchron_schmidt.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">PDF<\/a>)<\/p>\n<p>Eine Sensor-ECU, auf welcher die Classic Plattform Software von Elektrobit genutzt wird (EB tresos), liest einen Taster aus und leitet daraus ein Geschwindigkeitssignal ab. Der Service \u201eGeschwindigkeitssignal\u201c wird \u00fcber die sogenannte &#8222;Service Discovery&#8220; anderen Steuerger\u00e4ten angeboten. Als Hardwareplattform kommt ein Infineon AURIX TC39x zum Einsatz.<\/p>\n<p>Eine zweite ECU \u2013 der High-performance Controller \u2013 abonniert den Service &#8222;Geschwindigkeitssignal&#8220; und empf\u00e4ngt danach dieses Signal. Zur \u00dcbertragung wird das SOME\/IP Protokoll genutzt. Die aktuelle Geschwindigkeit wird auf einem Tachometer dargestellt. Die High-performance Controller Software basiert auf der Adaptive Plattform L\u00f6sung und der Linux Distribution von Elektrobit (EB corbos). Als Hardwareplattform wird ein Renesas R-Car H3 genutzt.<\/p>\n<h2>Wirkketten und Architekturebenen<\/h2>\n<p>Datenfluss-Wirkketten sollten im gesamten Fahrzeug- und Steuerger\u00e4te-Entwicklungszyklus auf durchg\u00e4ngig auf allen Architekturebenen betrachtet werden.<\/p>\n<p>Zu Beginn werden auf der Kundenfunktionsebene Sensoren und Aktuatoren f\u00fcr die Kundenfunktion miteinander verbunden und die Latenzzeiten festgelegt.<\/p>\n<p>Auf der funktionalen Ebene werden die Kundenfunktionen in Bl\u00f6cke zerlegt, die Teilfunktionen nacheinander oder parallel abarbeiten. Jede von diesen Funktionen bekommt ein Zeitbudget entlang der Wirkkette zugeteilt und kann in der Simulation getestet werden.<\/p>\n<p>Die Funktionen werden auf der OEM-Systemebene auf verschiedene Steuerger\u00e4te verteilt. Die Steuerger\u00e4te sind \u00fcber verschiedene Busse miteinander verbunden. Die Zeitbudgets m\u00fcssen entsprechend entlang der Wirkketten auf die Steuerger\u00e4te und Kommunikationszeiten verteilt werden.<\/p>\n<p>Im ECU-System bewegt sich der Fokus zu einem einzelnen Steuerger\u00e4t und den Funktionen und Wirkketten im Steuerger\u00e4t. Hier werden verschiedenen CPU, SoC, Cores und ECU-interne Busse betrachtet.<\/p>\n<p>In der Ebene der Softwarearchitektur wird festgelegt, wie die Funktionen\/Runnables auf Tasks und ISRs verteilt werden und die Parameter (Corezuordnung, Priorit\u00e4t usw.) dieser Elemente werden festgelegt. Da in der Simulation das Scheduling ber\u00fccksichtigt wird, m\u00fcssen aus den zuvor festgelegten Zeitbudgets Nettoausf\u00fchrungszeiten abgeleitet werden.<\/p>\n<p>Auf jeder Ebene kann durch Simulation und Test die Wirkketten und Anforderungen an das Gesamtsystem gepr\u00fcft werden. Durch virtuelle Verifikation k\u00f6nnen in der Implementierungs- und Testphase Testf\u00e4lle abgeleitet werden, die an einem realen Steuerger\u00e4t nicht so durchf\u00fchrbar w\u00e4ren.<\/p>\n<p>In dem Demonstrationsprojekt wurden Wirkketten auf OEM System, ECU System und Software in einem chronSIM Modell kombiniert und simuliert:<\/p>\n<p>Siehe Abbildung 4: Simulation der Wirkkette mit INCHRON chronSIM (<a title=\"Fachinfo_ESE_autosar_inchron_schmidt\" href=\"https:\/\/www.microconsult.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/fachinfo_ese_autosar_inchron_schmidt.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">PDF<\/a>)<\/p>\n<h2>Synchrone Messung parallel laufender Prozessoren (iSYSTEM)<\/h2>\n<h3>Messaufbau<\/h3>\n<p>Das zeitliche Verhalten der Wirkkette wird bei beiden Prozessoren mithilfe der on-chip Trace-Logik untersucht.<\/p>\n<p>Beim Infineon TC39x wird hierzu das Multi-Core Debugsystem (MCDS) benutzt. Als Schnittstelle zwischen Prozessor und Trace Tool wird das DAP-Interface gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Der Renesas R-Car H3 Prozessor implementiert die CoreSight Components von ARM. Jeder Core verf\u00fcgt \u00fcber eine Embedded Trace Macrocell (ETM), wobei die ETM der A5x Cores nur Instruction Trace unterst\u00fctzt, jedoch kein Data Trace. Zus\u00e4tzlich bietet der R-Car noch ein System Trace Module (STM). Als Trace Interface dient hier der ARM High-Speed Serial Trace Port (HSSTP).<\/p>\n<p>Um ein zeitsynchrones Tracing beider Prozessoren zu erreichen, sind die iSYSTEM iC5700-internen Zeitstempel zueinander synchronisiert. Ein optionaler Sync-Port erlaubt es, zwei iC5700 miteinander zu koppeln.<\/p>\n<p>Siehe Abbildung 5: Messaufbau bestehend aus zwei zeitsynchronisierten iSYSTEM iC5700 On-Chip Analyzer (<a title=\"Fachinfo_ESE_autosar_inchron_schmidt\" href=\"https:\/\/www.microconsult.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/fachinfo_ese_autosar_inchron_schmidt.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">PDF<\/a>)<\/p>\n<h3>Effizientes Tracing mithilfe von Code Instrumentierung<\/h3>\n<p>Auf beiden Prozessoren spielt die verf\u00fcgbare Trace-Bandbreite eine entscheidende Rolle. Die naheliegendste Trace-Methode zur Event-Chain-Analyse scheint ein Function Profiling basierend auf Instruction Trace zu sein. Eine effizientere Alternative hierzu ist es, nur die wirklich relevanten Ereignisse zu signalisieren. Das hei\u00dft, der Trace generiert nur Daten zur zeitlichen Markierung relevanter Events, wie etwa Entry und Exits relevanter Funktionen innerhalb der Wirkkette oder OS Context Switches.<\/p>\n<p>Auf der Classic Plattform ECU ist ein instrumentierungsbasiertes OS Task und ISR2 Tracing recht komfortabel realisierbar, da das OS die entsprechenden Trace Hooks bereits implementiert. Diese Hook Makros m\u00fcssen nur durch Trace-Tool-spezifischen Code ersetzt werden. F\u00fcr das instrumentierungsbasierte Tracing von Runnables werden die Virtual Functional Bus (VFB) Tracing Hooks der RTE genutzt.<\/p>\n<p>Auf der Adaptive Plattform ECU wird das instrumentierungsbasierte Tracing von OS Kernel Events, Adaptive Komponenten wie etwa ARA:COM sowie der Applikation dadurch realisiert, dass direkter Schreibzugriff auf den STM Stimulus Port erlaubt wird. Dies wird mithilfe einer minimal-invasiven Code-Instrumentierung des Linux-Kernels erreicht. Sowohl OS-Prozess\/Thread-Zust\u00e4nde wie auch die Ausf\u00fchrung von Funktionen innerhalb der Wirkkette werden \u00fcber dedizierte STM-Channels signalisiert.<\/p>\n<h3>Konfiguration der Messtools<\/h3>\n<p><strong>Trace-Konfiguration<\/strong><\/p>\n<p>Beim TC39x der Classic Plattform ECU schreibt der Trace-Instrumentierungscode die relevanten Informationen, also Task IDs, ISR2 IDs und Runnable IDs, in drei speziell daf\u00fcr allokierte globale Variablen, die von der Data Trace Unit des MCDS observiert werden und \u00fcber das DAP-Interface zum Trace-Tool kommuniziert werden.<\/p>\n<p>Auf dem R-Car kommt die System Trace Macrocell (STM) zum Einsatz. Dazu werden die Daten, wie etwas OS Process\/Thread Handles oder Function IDs auf einen sogenannten Stimulus Port des STM geschrieben. Solch ein Schreibzugriff initiiert eine STM Trace Message, die aus STM Channel ID, Data Payload und Timestamp besteht. Die STM Trace Messages werden \u00fcber HSSTP zum Trace-Tool geschickt. Der Stimulus Port des STM ist in Channels unterteilt. Die Channel-ID kann dazu verwendet werden, verschiedenartige Events zum Trace-Tool zu signalisieren. So k\u00f6nnen z.B. Function IDs \u00fcber Channel 2 signalisiert werden, w\u00e4hrend eine OS Thread ID Signalisierung den Channel 1 nutzt.<\/p>\n<p><strong>Profiler-Konfiguration<\/strong><\/p>\n<p>Beim Profiling werden die aufgezeichneten Tracedaten interpretiert. Der kritische Aspekt hierbei ist die Definition der Interpretationsregeln. Im Falle des iSYSTEM-Profilers kann dies durch eine XML-Beschreibung geschehen. Es k\u00f6nnen Profiler-Objekte definiert werden, um z.B. dem Profiler mitzuteilen, dass die ID der ausgef\u00fchrten Funktion \u00fcber den STM Channel 1 signalisiert wird.<\/p>\n<p>Abbildung 6 (s. (<a title=\"Fachinfo_ESE_autosar_inchron_schmidt\" href=\"https:\/\/www.microconsult.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/fachinfo_ese_autosar_inchron_schmidt.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">PDF<\/a>) zeigt eine iSYSTEM Profiler Timeline Darstellung der Wirkkette innerhalb der AUTOSAR Adaptive ECU, inklusive relevanter OS Threads und Funktionen.<\/p>\n<p>Das Ergebnis der Trace\/Profiler-Analyse kann z.B. im sogenannten Best-Trace-Format (BTF) exportiert werden. Dieses BTF Format kann von vielen Timing Analyse\/Modelling-Tools wie z.B. INCHRON Toolsuite eingelesen werden.<\/p>\n<h2>Test der Wirkketten<\/h2>\n<p>Die Traces werden von INCHRON chronVIEW auf Basis der Zeitanforderungen getestet. Dar\u00fcber hinaus k\u00f6nnen mithilfe der Simulation virtuelle Tests umgesetzt werden, indem Situationen mit Hilfe von Stochastik oder What-if-Analysen eingestellt werden, die so am realen Target nicht mit sinnvollem Zeitaufwand testbar w\u00e4ren. Dadurch wird eine erh\u00f6hte Testtiefe erreicht.<\/p>\n<h2>Zusammenfassung<\/h2>\n<p>Das Zusammenspiel von AUTOSAR Classic und Adaptive Plattformen wird die Architektur der zuk\u00fcnftigen Fahrzeuge bestimmen.<\/p>\n<p>Dabei ist zum einen wichtig, dass die eingesetzten Softwarekomponenten und Werkzeuge optimal aufeinander abgestimmt sind. Das umfasst die Bereiche Architektur\/Design, ECU-Basissoftware und Messwerkzeuge.<\/p>\n<p>Zum anderen ist der Fokus auf das Design von Wirkketten schon in der fr\u00fchen Phase der Entwicklung ein Garant f\u00fcr die Vermeidung von Timing-Problemen.<\/p>\n<h2>Literaturverzeichnis<\/h2>\n<p>[1]\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Thomas Bock, Dr. Henning Kleinwechter (Volkswagen), Dr. Ralph Sasse (OpenSynergy), Armin Stingl (iSystem), Dr. Ralf M\u00fcnzenberger, Philip Rehkop, Olaf Schmidt (INCHRON): Einsatz von Virtualisierung f\u00fcr sichere Softwarearchitekturen, ESE Kongress 2017<\/p>\n<h2>Autoren<\/h2>\n<ul>\n<li>Olaf Schmidt, INCHRON GmbH, Business Development, olaf.schmidt@inchron.com<\/li>\n<li>Philip Rehkop, INCHRON GmbH, Professional Services Engineer, philip.rehkop@inchron.com<\/li>\n<li>Dr. Ralf M\u00fcnzenberger, INCHRON GmbH, CEO and Mitgr\u00fcnder, ralf.muenzenberger@inchron.com<\/li>\n<li>Armin Stingl, iSYSTEM AG, System Ingenieur, armin.stingl@isystem.com<\/li>\n<li>Michael Rei\u00df, Elektrobit Automotive GmbH, michael.reiss@elekrobit.com<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong><a title=\"Fachinfo_ESE_autosar_inchron_schmidt\" href=\"https:\/\/www.microconsult.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/fachinfo_ese_autosar_inchron_schmidt.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Beitrag als PDF downloaden<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<h2>Automotive &#8211; unsere Trainings &amp; Coachings<\/h2>\n<p><strong>Wollen Sie sich auf den aktuellen Stand der Technik bringen?<\/strong><\/p>\n<p>Dann informieren Sie sich\u00a0<a title=\"MicroConsult Training\" href=\"https:\/\/www.microconsult.de\/alle-trainings-termine-komplettuebersicht\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>hier<\/strong>\u00a0<\/a>zu Schulungen\/ Seminaren\/ Trainings\/ Workshops und individuellen Coachings von MircoConsult zum Thema\u00a0Automotive\/ Embedded- und Echtzeit-Softwareentwicklung.<\/p>\n<p><strong>Training &amp; Coaching zu den weiteren Themen unseren Portfolios finden Sie\u00a0<a title=\"Training &amp; Beratung - alle Themen\" href=\"https:\/\/www.microconsult.de\/training-beratung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a>.<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<h2>Automotive &#8211; Fachwissen<\/h2>\n<p>Wertvolles Fachwissen zum Thema Automotive \/Embedded- und Echtzeit-Softwareentwicklung steht\u00a0<a title=\"Embedded- und Echtzeit-Softwareentwicklung\" href=\"https:\/\/www.microconsult.de\/embedded-und-echtzeit-softwareentwicklung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>hier\u00a0<\/strong><\/a>f\u00fcr Sie zum kostenfreien Download bereit.<\/p>\n<p><a title=\"Embedded- und Echtzeit-Softwareentwicklung\" href=\"https:\/\/www.microconsult.de\/embedded-und-echtzeit-softwareentwicklung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Zu den Fachinformationen<\/strong><\/a><\/p>\n<p><strong>Fachwissen zu weiteren Themen unseren Portfolios finden Sie <a title=\"MicroConsult Fachwissen\" href=\"https:\/\/www.microconsult.de\/fachwissen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a>.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auch Du bist Teil einer Wirkkette! Autoren: Olaf Schmidt, Dr. Ralf M\u00fcnzenberger, Philip Rehkop, INCHRON GmbH; Armin Stingl, iSYSTEM GmbH; Michael Rei\u00df, Elektrobit GmbH Beitrag &#8211; Embedded Software Engineering Kongress 2018 F\u00fcr hoch automatisiertes und autonomes Fahren wird eine hohe Rechenleistung ben\u00f6tigt, so dass High Performance Controller, die auf der AUTOSAR Adaptive Platform basieren, mit [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","inline_featured_image":false,"footnotes":""},"categories":[],"tags":[],"class_list":["post-7692","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.9 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Wirkketten-Analyse f\u00fcr AUTOSAR adaptive\/classic Mischungen - MicroConsult Academy GmbH<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.microconsult.de\/en\/drug-chain-analysis-for-autosar-adaptive-classic-mixtures\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"en_GB\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Wirkketten-Analyse f\u00fcr AUTOSAR adaptive\/classic Mischungen - MicroConsult Academy GmbH\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Auch Du bist Teil einer Wirkkette! 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